Lutz Meyer
Deutschland und die Welt. Warum wir auf 2030 nicht vorbereitet sind

1 An diesem Beitrag hat Anton Kleihues mitgewirkt.
2 The China in Africa Podcast, Teil des »The China Africa Project«, eine integrierte Themenkampagne mit Website sowie Auftritten bei Facebook, Twitter, Instagram, www.chinaafricaproject.com
3 2017. Die Welt im Jahr 2035, gesehen von der CIA und dem National Intelligence Council, herausgegeben von National Intelligence Council und Karin Schuler. München: C. H. Beck.
4 Fink, Larry. 2018. Annual Letter to CEOs – A Sense of Purpose. Blackrock.com, www.blackrock.com/corporate/investor-relations/larry-fink-ceo-letter
5 Vgl. Burmeister, Neef, Beyers 2004.
6 Vgl. Steinle, Ahlers, Rutter 2000; Burmeister, Neef et al. 2002.
7 Keine Auskunft erteilen konnten unter anderem Allianz, Axel Springer, Bayer, Bosch, Daimler, Deutsche Bahn, Lufthansa, Deutsche Telekom, Siemens.
8 Bundesministerium der Verteidigung. 2016. Weißbuch zur Sicherheitspolitik und Zukunft der Bundeswehr. www.bmvg.de/resource/ blob/13708/015be272f8c0098f1537a491676bfc31/ weissbuch2016-barrierefrei-data.pdf
9 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). 2018. Development Policy in 2032: Global Trends and Hypotheses on Future Development Cooperation. BMZ-Paper 2. Berlin: BMZ.
10 Future Scenarios for R&I Policies in Europe. The report describes a range of futures we might be facing in the 2030s. European Commission, ec.europa. eu/research/foresight/index.cfm
11 Commission for Consultation of Sector Councils (COS). 2008. Horizon Scan Report 2007: Towards a Future Oriented Policy and Knowledge Agenda. Den Haag: COS. stt.nl/stt/wp-content/ uploads/2013/02/STT-horizonscan_2007-rapport_ horizonscan_2007_EN-binnenwerk.pdf
12 Bundeskanzleramt(BKAmt): Normenkontrollrat, Stiftung Wissenschaft und Politik, Rat für nachhaltige Entwicklung, Deutscher Ethikrat, Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex. Auswärtiges Amt (aa): Arbeitskreis Forum globale Fragen, Völkerrechtswissenschaftlicher Beirat, VN-politischer Beirat, Beirat »Zivile Krisenprävention«, Deutsches Komitee für Katastrophenvorsorge. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS): Sozialbeirat, Technische Ausschüsse im Arbeitsschutz,Ausschuss für Betriebssicherheit, Ausschuss für Arbeitsstätten, Ausschuss für Gefahrstoffe, Ausschuss für biologische Arbeitsstoffe, Ausschuss für technische Arbeitsmittel und Verbraucherprodukte, Beirat für die Teilhabe behinderter Menschen, Bundesausschuss der Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterblie- benenfürsorge, Ärztlicher Sachverständigenrat, Sektion Versorgungsmedizin, Ärztlicher Sachverständigenrat »Berufskrankheiten«, Hauptausschuss für Mindestarbeitsentgelte. Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Forschungsunion »Wirtschaft – Wissenschaft zu Technologieperspektiven für Zukunftsmärkte«, Beirat für Ausbildungsförderung, Gesundheitsforschungsrat, Innovationskreis Berufliche Bildung, Innovationskreis Weiterbildung. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): Wissenschaftlicher Beirat Verbraucher- und Ernährungspolitik, Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Beirat für Biodiversität und genetischeRessourcen, Wissenschaftlicher Beirat für Düngungsfragen, Deutsche Wissenschaftliche Kommission für Meeresforschung. Bundesministerium der Finanzen (BMF): Wissenschaftlicher Beirat. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): Bundesjugendkuratorium, Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbH, Beirat für den Zivildienst, Wissenschaftlicher Beirat für Familienfragen, Bundesweite Arbeitsgruppe Frauenhandel, Bund-Länder-Arbeitsgruppe Häusliche Gewalt, Ausschuss für die Bundesjugendspiele. Bundesministerium für Gesundheit (BMG): Zulassungs- und Nachzulassungskommissionen für den humanmedizinischen und für den veterinärmedizinischen Bereich, Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Nationaler AIDS-Beirat, Sachverständigenausschuss nach § 1 Abs. 2 des Betäubungsmittelgesetzes, Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut, Zentrale Ethik-Kommission für Stammzellenforschung, Arzneibuchkommissionen, Kommission für Arzneimittel für Kinder und Jugendliche, Sachverständigen-Ausschüsse Standardzulassungen, Apothekenpflicht und Verschreibungspflicht, Wissenschaftlicher Beirat der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Ständiger Koordinierungsausschuss, Gemeinsamer wissenschaftlicher Beirat im Bundesministerium für Gesundheit. Bundesministerium des Innern (BMI): Sachverständigenausschussfürexplosionsgefährliche Stoffe, Beschussrat, Beirat für schießsportliche Fragen, Strategischer Beirat für den Zivil- und Katastrophenschutz, Kommission zum Schutz der Zivilbevölkerung, Beirat bei der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung, Beratender Ausschuss für Fragen der dänischen Minderheit, Beratender Ausschuss für Fragen des sorbischen Volkes, Beratende Ausschüsse für Fragen der niederdeutschen Sprachgruppe und der friesischen Volksgruppe, Beirat für Spät- aussiedlerfragen, Beirat jüdische Zuwanderung, Beirat bei dem Sondervermögen »Versorgungsrücklage des Bundes nach § 11 Versorgungsrücklagegesetz«, Beirat Verwaltungsverfahrensrecht beim Bundesministerium des Innern. Bundesministerium der Justiz (BMJ): Bundesstelle zur Verhütung von Folter, Beirat für Verbraucherfragen. Bundesministerium für Umwelt (BMU): Sachverständigenrat für Umweltfragen, Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, Strahlenschutzkommission, Reaktorsicherheitskommission, Kommis- sion für Anlagensicherheit, Umweltgutachterausschuss. Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS): Wissenschaftlicher Beirat, Beirat für Raumordnung, Beirat Radverkehr, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Bundesministerium der Verteidigung (BMVG): Beirat für Fragen der Inneren Führung, Beirat für die Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Beirat für das Militärgeschichtliche Forschungsamt und die Museen, Wehrmedizinischer Beirat, Tierschutzkommission beim Bundesministeri- um der Verteidigung. Rüstungswirtschaftlicher Arbeitskreis, Ausschuss für Marinehydrodynamik, Ausschuss zur Minderung von Geräuschen auf Schiffen der Bundeswehr, Arbeitskreis Wehrdienst und Berufswelt. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI): Akkreditierungsbeirat, Außenwirtschaftsbeirat, Mittelstandsbeirat, Monopolkommission, Tourismusbeirat, Wissenschaftlicher Beirat. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): Wissenschaftlicher Beirat. Beratungsgremien ohne Ressort- zuordnung, Beratende Kommission mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz, Wissenschaftsrat. 395
Zusammengestellt in wd3–3000–327/10, Wissenschaftliche Beratungsgremien bei der Bundesregierung und im Bundestag. Eine aktuellere Aufstellung liegt nicht vor.
13 Nentwich, Michael, Petra Schaper-Rinkel, Leo Capari et al. 2017. Foresight und Technikfolgenabschätzung: Monitoring von Zukunftsthemen für das österreichische Parlament. www.­parlament.gv.at/SERV/FTA
14 Aktion »›Stummer Frühling‹. Erst sterben Biene & Co, dann die Auswahl. Gemeinschaftsaktion von Umweltministerium Niedersachsen, PENNY und NABU«, 14. Mai 2018.

Joachim Krause
Der Wandel der internationalen Ordnung

1 Vgl. Ruggie, John G. (Hrsg.). 1993. Multilateralism Matters. The Theory and Praxis of an Institutional Form. New York: Columbia University Press; Ruggie, John G. 1996. Winning the Peace. America and World Order in the New Era. NewYork: Columbia University Press; Bobbitt, Philip. 2002. The Shield of Achilles. War, Peace, and the Course of History. New York: Anchor Books.
2 Vgl. Kissinger, Henry A. 1962. Großmachtdiplomatie. Von der Staatskunst Castlereaghs und Metternichs. Düsseldorf / Wien: Econ Verlag; Gilpin, Robert. 1987. The Political Economy of International Relations. Princeton, N. J.: Princeton University Press; Schwaller, Randall L. 1999. The Problem of International Order Revisited: A Review Essay. In International Security, Jg. 26, Nr. 1: S. 161–186; Gilpin, Robert. 2000. The Challenges of Global Capitalism. The World Economy in the 21st Century. Princeton, N. J.: Princeton University Press.
3 Vgl. Bull, Hedley. 1977. The Anarchical Society. A Study of Order in World Politics. New York / London: Columbia University Press; Craig, Gordon, und Alexander George. 1984. Zwischen Krieg und Frieden. Konfliktlösung in Geschichte und Gegenwart. München: Beck Verlag.
4 Vgl. Mandelbaum, Michael. 2002. The Ideas that Conquered the World. Peace, Democracy, and Free Markets in the Twenty-first Century. New York: Public Affairs.
5 Vgl. Gaddis, John Lewis. 1972. The United States and the Origins of the Cold War 1941–1947. New York: Columbia University Press; Stromberg, Roland N. 1963. Collective Security and American Foreign Policy. New York: Praeger.
6 Vgl. Trachtenberg, Marc. 1999. A Constructed Peace. The Making of the European Settlement 1945–1963. Princeton: Princeton University Press; Ikenberry, G. John. 2001. After Victory. Institutions, Strategic Restraint, and the Rebuilding of Order After Major Wars. Princeton, N. J.: Princeton University Press; Ikenberry, G. John. 2011. Liberal Leviathan. The Origins, Crisis, and Transformation of the American World Order. Princeton, N. J.: Princeton University Press.
7 Vgl. Zartman, I. William (Hrsg.). 2009. Imbalance of Power. US Hegemony and International Order. Boulder, Col./London: Lynne Riener.
8 Vgl. Steil, Benn. 2018. The Marshall Plan. Dawn of the Cold War. Oxford: Oxford University Press.
9 Vgl. Krause, Joachim. 2017. Die neue Zeitenwende in den internationalen Beziehungen: Konsequenzen für deutsche und europäische Politik. In Sirius – Zeitschrift für strategische Analysen, Band 1, Heft 1: S. 3–24.
10 Vgl. Adomeit, Hannes. 2017. Innenpolitische Determinanten der Putinschen Außenpolitik. In Sirius – Zeitschrift für strategische Analysen, Band 1, Heft 1: S. 33–52.
11 Vgl. Krause, Joachim. 2013. The United Nation’s Role in Preserving Peace. In Routledge Handbook on the European Union and International Institutions, herausgegeben von Knud Erik Jørgensen und Katie Verlin Laatikainen, S. 141–156. London: Routledge.
12 Vgl. Krause, Joachim, und Natalino Ronzitti (Hrsg.). 2012. The EU, the UN and Collective Security. Making Multilateralism Effective. ­London / New York: Routledge.
13 Vgl. Bundesregierung. 2016. Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr. S. 30 f. Berlin: Bundesministerium der Verteidigung.

Ayad Al-Ani und Jörg Stenzel
Verteidigungsplattformen als Streitkräfte der Zukunft

1 Zu den massiven Auswirkungen der Digitalisierung auf die Ökonomien des Südens siehe: United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD). 2016. Policy Brief No. 50. Robots and Industrialization in Developing Countries. UNCTAD, aufgerufen am 06.11.2017, unctad.org/en/PublicationsLibrary/presspb2016d6_en.pdf
2 Al-Ani, A., und W. Petritsch. 2017. Using the Crowd to Detect and Resolve Conflicts. In Administratio Publica Vol. 25, 3 / 2017: S. 5–27, 13 ff.
3 Etwa das Beispiel der PeaceFactory-Plattform, die iranische und israelische Bürger verbindet und einen neuen Diskurs abseits der politischen Konfliktlinien ermöglicht: PeaceFactory, aufgerufen am 06.11.2017, thepeacefactory.org. Ohne eine solche Komponente, die unwillige Kontrahenten »überspielt« oder umgehen kann beziehungsweise bislang ungehörte Stimmen in den Konflikt bringt, kann eine Militärplattform im neueren Sinne wohl nicht entstehen: »We need to develop robust counter-concepts to the war machine: the paramount task is to counter the representation and continuation of violence through infowar with a new concept for the prevention and resolution of conflict (…).« (Der Derian, J. 2009. Virtuous War. Mapping the Military-Industrial Media-Entertainment Network. S. 245. New York.)
4 Zu den Dienstleitungen im Bereich Bildung und Sicherheit, die in diesem »Crowdmodus« ­ablaufen und Betroffene zu Produzenten machen vgl. Al-Ani und Petritsch 2017, S. 18 ff.
5 Hier wäre eine Plattform denkbar, die, ähnlich der Plattform »Beteiligungskompass« der Bertelsmann Stiftung, www.beteiligungskompass.org, Entscheidungsprozesse und -verfahren vorschlägt und diese auch moderiert beziehungsweise betroffene Parteien untereinander verbindet und so Lernprozesse ermöglicht.
6 Vgl. Turse, N. 2017. Pentagon Video Warns of Unavoidable Dystopian Future for the World’s Biggest Cities. The Intercept, aufgerufen am 06.11.2017, theintercept.com/2016/10/13/­pentagon-video-warns-of-unavoidable-dystopian-future-for-worlds-biggest-cities
7 So müssen zur Beeinflussung des »gegnerischen Willens« Plattformen in der Lage sein, »(…) militärische Aktionen im Informationsraum begleiten und gestalten zu können. Dazu zählt auch die Fähigkeit, ggf. zusammen mit anderen, als eigenständige oder begleitende Operation im Informationsraum (gegen-) wirken zu können.« (Autorenteam Kdo H II 1 (2). 2017. Thesenpapier. Wie kämpfen Landstreitkräfte künftig? S. 9. Pivot Area, aufgerufen am 06.11.2017, www.pivotarea.eu/wp-content/­uploads/2017/09/OOO.pdf)
8 »In the short term, advances in AI will likely allow more autonomous robotic support to warfighters and accelerate the shift from manned to unmanned combat missions.« (Allen, G., und T. Chan. 2017. Artificial Intelligence and National ­Security. S. 16. Cambridge / Mass.: Belfer Center for Science and International Affairs.)
9 Jeschke, S. 2015. Kybernetik und die Intelligenz verteilter Systeme. Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zum Digitalen Industrieland. In Exploring Cybernetics. Kybernetik im interdisziplinären ­Diskurs, herausgegeben von S. Jeschke et al., S. 277–370, S. 279. Wiesbaden.
10 Hierzu: Al-Ani, A. 2017. CPS and the Worker. Reorientation and Requalification. In Industrial Internet of Things, herausgegeben von S. Jeschke et al., S. 563–574. Wiesbaden.
11 Vgl. etwa die Versuche der US-Marine, ganze Teile von U-Booten »auszudrucken«: Liptak, A. 2017. The US Navy 3D Printed a Concept Submersible in Four Weeks. ‘Fleet-capable prototypes’ could be available for use by 2019. The Verge, aufgerufen am 06.11.2017, www.­theverge.com/2017/7/29/16062608/us-navy-3d-printing-­submersible-manufacturing-military
12 Zu verschiedenen Experimenten / Projekten mit software agents vgl. Software Agents Group. MIT Media Lab, aufgerufen am 10.06.2018, agents.media.mit.edu
13 Vgl. Steele, R. D. 2012. The Open Source Every­thing Manifesto: Transparency, Truth, and Trust. Berkeley; Politi, A. 2003. The Citizen as‘Intelli­gence Minuteman’. In International Journal of Intelligence and Counterintelligence 16, 2003: S. 34–38.
14 Hier werden sich militärische Plattformen wohl nicht anders verhalten als zivile, welche ebenfalls einen Hang zur Monopolbildung aufweisen, um möglichst umfassende Daten zu sammeln und zusätzliche Services anzubieten: Srnicek, N. 2017. Platform Capitalism. S. 93 ff. Cambridge.
15 Über die Plattform Wikistrat sind etwa Tausende von Politikexperten verfügbar, die geo­politische Herausforderungen jeglicher Art bearbeiten können: aufgerufen am 06.11.2017, www.wikistrat.com
16 Hier ist der nationale »Next Generation Artificial Intelligence Development Plan« der Volksrepublik China instruktiv: »Notably, this new plan explicitly highlights an approach of military-civil fusion (or civil-military integration) to ensure that advances in AI can be rap­idly leveraged for national defense. Certain next generation AI technologies that have been prioritized will likely be used to enhance China’s future military capabilities. For instance, China intends to pursue advances in big data, human-machine hybrid intelligence, swarm intelligence, and automated decision-making, along with in autonomous unmanned systems and intelligent robotics. Accordingly, China seeks to ensure that scientific and technological advances can be readily turned to dual-use applications, while military and civilian innovation resources will be ›constructed together and shared‹.« (Kania, E. 2017. China’s Artificial Intelligence Revolution. A New AI Development Plan Calls for China to Become the World Leader in the Field by 2030. The Diplomat, aufgerufen am 06.11.2017, thediplomat.com/2017/07/chinas-artificial-intelligence-revolution)
17 Srnicek 2017, S. 93 ff.
18 The Hague Center for Strategic Studies. 2017. Artificial Intelligence and the Future of Defense. Implications for Small and Medium Sized Force Providers. S. 76 f. Den Haag. Eigene Übersetzung.
19 Ebd.
20 Letztlich geht es beim ML um das induktive Schließen: von Beispielen auf die Gesamtheit beziehungsweise den Zusammenhang. Manchmal kann die Lösung analytisch berechnet werden, manchmal kommen numerische Verfahren und Simulationen oder Optimierungen zum Einsatz. Der Schwerpunkt des ML liegt hierbei auf der Optimierung: Jede Fragestellung wird in eine Zielfunktion übersetzt, die bezüglich der Nebenbedingungen optimiert wird. Das Optimum stellt die Lösung der Lernaufgabe dar. Eine sehr operative Definition von ML erfolgte von Mitchell: »A computer program is said to learn from experience E with respect to some class of tasks T and performance measure P, if its performance at tasks in T, as measured by P improves with experience E.« (Mitchell, T. 1997. Machine Learning. S. 2. Maidenhead). Je mehr Erfahrungen E wir machen, desto besser können wir die Aufgabe T lösen (gemessen an Leistung P).
21 Vgl. Steele 2012; Politi 2003.
22 Eine weitere Entlastung wird durch die Verwendung von autonomen und teilautonomen Maschinen erreicht. Diese Maschinen können analog dem »Industrie 4.0«-Konzept im Rahmen ihrer Programmierung selbstständig tätig sein und belasten den zentralen Steuerungskreis weniger: »Die Agenten ›vertreten‹ eine Entität oder eine bestimmte Aufgabe in dem Gesamtsystem. Sie handeln autonom miteinander die Lösung aus, typischerweise ›ohne Masterbrain‹. Sie haben die Fähigkeit, Umgebungsinformationen aufzunehmen und damit in einer sich verändernden Umgebung zu agieren. Dabei haben sie stets eine lokale Perspektive, d. h. kein Agent hat die volle Systemübersicht. Der Ansatz geht davon aus, dass in Systemen hoher Komplexität und einer Vielzahl dynamischer Veränderungen eine globale Systemkenntnis weder möglich noch sinnvoll ist – stattdessen müssen die Träger der lokalen Informationen miteinander kommunizieren und in Verhandlungen treten. In der Regel liegt kein gemeinsamer Speicher der Einzelentitäten vor.« (Jeschke 2015, S. 302 f.)
23 Siehe hierzu die Direktive des Pentagons, welche den Einsatz tödlicher Maschinen regelt: United States Department of Defense. 2012. Directive 3000.09. Executive Services Directorate, aufgerufen am 06.11.2017, www.esd.whs.mil/Portals/54/Documents/DD/issuances/dodd/300009p.pdf
24 »Like humans pushed out of labor markets by cheaper and better robotic workers, owners will be pushed out of capital markets by much cheaper and better robotic decision makers.« (Moravec, H. 1999. Robot. Mere Machine to Transcendent Mind. S. 133. New York.) Zu frühen Versuchen der kybernetischen Steuerung auf nationaler Ebene (Chile) etwa: Medina, E. 2011. Cybernetic Revolutionaries. Technology and Politics in Allende’s Chile. London. Zu ersten Schritten der Steuerung militärischer Entscheidungen durch ML im Vietnamkrieg etwa: Madriga, C. 2017. The Computer that Predicted the U. S. Would Win the Vietnam War. A Cautionary Tale about the Dangers of Big Data. The Atlantic, aufgerufen am 06.11.2017, www.theatlantic.com/technology/archive/2017/10/the-computer-that-predicted-the-us-would-win-the-vietnam-war/542046
25 Ferguson, A. 2017. The Rise of Big Data Policing. Surveillance, Race, and the Future of Law enforcement. S. 1 f. New York. Eigene Übersetzung.
26 So ist wohl auch die Aussage des russischen Präsidenten zu ML beziehungsweise KI zu verstehen: »Whoever becomes the leader in this sphere (AI), will become the ruler of the world.« (Vincent, J. 2017. Putin says the nation that leads in AI ‘will be the ruler of the world’. The Russian president warned that artificial intelligence offers ‘colossal opportunities’ as well as dangers. The Verge, aufgerufen am 06.11.2017, www.theverge.com/2017/9/4/16251226/russia-ai-putin-rule-the-world)
27 Allen und Chan 2017, S. 11. Eigene Übersetzung.
28 Rosenberg, S. 2017. Firewalls Don’t Stop Hackers. AI Might. Wired, aufgerufen am 06.11.2017, www.wired.com/story/firewalls-dont-stop-­hackers-ai-might Eigene Übersetzung.
29 Shane, S., et al. 2018. How a Pentagon Contract Became an Identity Crisis for Google. The New York Times, 30.5.2018, aufgerufen am 12.06.2018, www.nytimes.com/2018/05/30/technology/google-project-maven-pentagon.html. Eigene Übersetzung.
30 Franklin, H. B. 2008. War Stars. The Superweapon and the American Imagination. S. 207. Amherst.
31 Tesla. N. 1900. The Problems of Increasing Human Energy with Special References to the Harnessing of the Sun’s Energy. In Century Illustrated Magazine, June: S. 177–211, S. 184 f. Eigene Übersetzung.
32 Vgl. Grossmann, D. 2009. On Killing. The Psychological Cost of Learning to Kill in War and Society. New York. Zu einer Diskussion und Kritik dieser Zahlen vgl. Gray, C. H. 1997. Post Modern War. The New Politics of Conflict. S. 201. New York. Zu einem offenen Brief amerikanischer Drohnenpiloten: Drohnenpiloten erheben Vorwürfe gegen Obama. Zeit Online, 15.11.2015, aufgerufen am 06.11.2017, www.zeit.de/politik/ausland/2015-11/drohnen-piloten-offener-brief-obama
33 Dort scheint sich momentan eine geradezu laborhafte Situation für ML-Kriegsführung aufzutun: »I remember doing one of the interviews with an Air Force officer and asking him, ›What do you think the experience of a predator drone attack is like?‹ And he said: ›You know, it’s probably like the opening scene of the Terminator movies, where the humans are hiding out in caves and the bunkers, and this sort of relentless robotic foe is coming at them. That’s what I bet it’s like for the Al-Qaeda and Taliban.‹« (Sirius, R. U. 2015. Transcendence. The Disinformation Encyclopaedia of Transhumanism and the Singularity. S. 259. San Francisco.) Diese Einschätzung der Effekte wurden durch umfassende Interviews in den betroffenen Gebieten bestätigt: »US drone strike policies cause considerable and under-accounted-for harm to the daily lives of ordinary civilians, beyond death and physical injury. Drones hover twenty-four hours a day over communities in northwest Pakistan, striking homes, vehicles, and public spaces without warning. Their presence terrorizes men, women, and children, giving rise to anxiety and psychological trauma among civilian communities. Those living under drones have to face the constant worry that a deadly strike may be fired at any moment, and the knowledge that they are powerless to protect themselves.« (Stanford Law School und NYU School of Law. 2012. Living Under Drones. Death, Injury, and Trauma to Civilians from US Drone Practices in Pakistan. S. VI. Center for Human Rights and Global Jus­tice, aufgerufen am 06.11.2018, chrgj.org/wp-content/uploads/2012/10/Living-Under-Drones.pdf.) Zur Initiative von Silicon-Valley-Protagonisten zur Einschränkung von Tötungsrobotern: Ghose, T. 2017. Elon Musk: Regulate AI Before Robots Start ‘Killing People’. Live Science, aufgerufen am 06.11.2017, www.livescience.com/59826-elon-musk-wants-ai-regulated.html
34 Eshel, T. 2015. Russian Military to Test Combat Robots in 2016. Defense Update, aufgerufen am 06.11.2017, defense-update.com/20151231_­russian-combat-robots.html
35 Zu diesem Militärzynismus vgl. Sloterdijk, P. 1983. Kritik der zynischen Vernunft. S. 416 ff. Frankfurt a. M.
36 Etwa im Nahen Osten: »[T]he Israeli dot-com generation seems not to have the stomach for mortal combat. They have started to ask why they should risk their lives when precision weapons can reduce war to a video game. For the pony-tailed youth of Tel Aviv’s night spots, the war in Lebanon was becoming their Vietnam and they would rather their government fought it by remote control.« (Daily Telegraph, 23.05.2000, zitiert nach: Der Derian, J. 2000. Virtuous War / Virtual Theory. In International Affairs 76 (4), Oktober 2000: S. 771–788, S. 773.) In geradezu prophetischer Weise sah der Militärhistoriker Keegan diese Entwicklung schon in den 70er-Jahren voraus. Er vermutete, dass die erfahrenen Grausamkeiten offener Schlachten gerade bei der jungen Generation zu einem Umdenken führen würden, wobei er auch die asymmetrischen Konflikte antizipieren konnte: »The young have made their decision. They are increasingly unwilling to serve as conscripts in armies they see as ornamental. The militant young have taken their decision a stage further. They will fight for a cause they profess not through mechanisms of state and its armed power but, where necessary, against them, by clandestine and guerrilla methods. It remains for armies to admit that battles of the future will fought in never-neverland.« (Keegan, J. 1976. The Face of Battle. A Study of Agincourt, Waterloo and the Somme. S. 343. London.)
37 »We can rattle off casualty rates of prototypical virtuous conflicts like the Gulf war (270 Amer­icans lost their lives–more than half through accidents), the Mogadishu raid (18 Amer­icans killed), and the Kosovo air campaign (barring accidents, a remarkable zero casualty conflict for the NATO forces). Yet, in spite of valorous efforts by human rights organizations, most people would probably come up short on acceptable figures for the other side of the casualty list. Post-Vietnam, the United States has made many digital advances; public body counts of the enemy are not one of them.« (Der Derian 2000, S. 772.)
38 Franklin 2008, S. 3 ff.
39 Sloterdijk 1983, S. 421.
40 Vgl. etwa das geplante chinesische System zur Steuerung der Wirtschaft, aber auch von Individuen über ein zentrales Social-Credit-­Scoringsystem: Meissner, M. 2017. China’s Social Credit System. A Big-Data Enabled Approach to Market Regulation with Broad Implications for Doing Business in China. Berlin.
41 Al-Ani, A., und J. Stenzel, 2018. Die Zukunft verteidigen. In Cicero 4 / 2018, S. 90–95, S. 94.
42 Zur Verbindung von KI und den Tools der Außenpolitik siehe: Scott, B., S. Heumann und P. Lorenz. 2018. Artificial Intelligence and Foreign Policy. Berlin.
43 »Immensely powerful reasoning and simulation modules will plan complex actions, but the desirability of possible outcomes will be defined by much simpler positive and negative condi­tioning modules. The conditioning suite will shape the character of the entire entity by defining its likes and dislikes. A company will be as unlikely to do something triggering strong negative signals as a human would be to thrust an arm in fire. If the super-rational style of intelligent machines works out, robot character may instead reside in an elaborate body of axioms, contrived to be inconsistent with prohibited ­behaviours.« (Moravec 1999, S. 140.)

Daniela Schwarzer
Das nächste Europa. Die EU als Gestaltungsmacht

1 Schwarzer, Daniela. 2017. Europe, the End of the West and Global Power Shifts. In Global Policy 8: S. 18–26, S. 23–24.
2 European Commission. 2017. Designing Europe’s future. Special Eurobarometer 461, April 2017. S. 43. ec.europa.eu/commfrontoffice/­publicopinion/index.cfm/Survey/getSurveyDetail/instruments/SPECIAL/surveyKy/2173
3 Müller, Bettina, Marianne Haase, Axel Kreienbrink und Susanne Schmid. 2012. Klimamigration: Definitionen, Ausmaß und politische Instrumente in der Diskussion. WorkingPaper 45. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/­Publikationen/WorkingPapers/wp45-­klimamigration.pdf?__blob=publicationFile

Abbildung
Erzwungene Migration. Flüchtlinge, Asylbewerber und Binnenvertriebene

1 In der Regel werden drei Subregionen – Nordafrika, die Levante und die Länder am Persischen Golf – unterschieden. Dabei nimmt insbesondere das OECD-Mitglied Israel eine Sonderstellung ein. Aber auch sonst unterscheiden sich die einzelnen Länder erheblich, was das Pro-Kopf-Einkommen, den Entwicklungsstand, die Ausstattung mit natürlichen Ressourcen, das politische System, die Bevölkerungszusammensetzung und die Stabilität angeht. Das Spektrum reicht von ressourcenreichen Ländern mit hohem Lebensstandard (Katar, Vereinigte Arabische Emirate) zu unterentwickelten Ländern (Jemen) sowie von relativ stabilen Regimen (Saudi-Arabien) bis zu Staaten, die durch internationale Interventionen oder Bürgerkriege nachhaltig destabilisiert sind (Jemen, Syrien, Irak, Libyen).
2 Berücksichtigt sind hier: Ägypten, Algerien, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Oman, Palästina, ­Katar, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Tunesien, die Vereinigten Arabische Emirate und die Westsahara. Siehe: United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division. 2017. World Population Prospects: The 2017 Revision – Special Aggregates, aufgerufen am 26.06.2018, esa.un.org/unpd/wpp
3 Vgl. United Nations Development Programme. 2016. Youth and the Prospects for Human Development in a Changing Reality. Arab Human Development Report (AHDR), S.74 ff., aufgerufen am 26.06.2018, www.arab-hdr.org/reports/2016/english/AHDR2016En.pdf
4 Vgl. The World Bank. 2017. ILO Labour Force Estimates and Projections, aufgerufen am 26.06.2018, data.worldbank.org/indicator/ SL.TLF.CACT.FE.ZS?locations=DZ-BH
5 Ausführlich bei Asseburg, Muriel. 2011. Der Arabische Frühling. Herausforderung und Chance für die deutsche und europäische Politik. In SWP Studie S 17. Berlin: Stiftung Wissenschaft und ­Politik (SWP). Für entsprechende Indikatoren vgl. dort auch die Tabelle im Anhang, S. 34–39.
6 BP. 2017. BP Statistical Review of World Energy. June 2017, S. 13, aufgerufen am 26.06.2018, www.bp.com/content/dam/bp/en/corporate/pdf/energy-economics/statistical-review-2017/bp-statistical-review-of-world-energy-2017-oil.pdf; statista. 2018. Oil consumption in the Middle East from 1990 to 2017, aufgerufen am 26.06.2018, www.statista.com/statistics/264375/oil-consumption-in-the-middle-east; Clemente, Jude. 2015. The Middle East’s Growing Oil Demand Problem. Forbes, 29.03.2015, aufgerufen am 26.06.2018, www.forbes.com/sites/­judeclemente/2015/03/29/the-middle-easts-growing-oil-­demand-problem/#7a6b130e44af
7 Saudi Vision 2030, aufgerufen am 26.06.2018, vision2030.gov.sa/en; Qatar National Vision 2030, aufgerufen am 26.06.2018, www.mdps. gov.qa/en/qnv1/pages/default.aspx
8 Vgl. die Grafik zu Militärausgaben in: Müller, Ruth, Stephan Sievert und Reiner Klingholz. 2016. Krisenregion Mena. S. 5. Berlin: Berlin-­Institut für Bevölkerung und Entwicklung.
9 Vgl. ausführlich: Asseburg, Muriel, Wolfram Lacher und Mareike Transfeld. 2018. Mission Impossible? UN Vermittlung in Libyen, Syrien und dem Jemen. SWP Studie S 12. Berlin: SWP.
10 Heidelberg Institut for International Conflict (HIIK). 2018. Conflict Barometer 2017. Heidelberg, www.hiik.de/konfliktbarometer/aktuelle-ausgabe
11 Vgl. ausführlich Asseburg, Muriel. 2018. The Eastern Mediterranean Dynamics and the Evolving War in Syria. In The Eastern Mediterranean: New Dynamics and Potential for Coopera­tion, Joint Policy Study 9, herausgegeben von Nimrod Goren et. al., S. 60–82. Barcelona: EuroMeS Co / Iemed.
12 Vgl. Heydemann, Steven. 2018. Beyond fragility: Syria and the challenges of reconstruction in fierce states. Washington, D. C.: The Brookings Institution.
13 Vgl. Asseburg, Muriel. 2009. Naher und Mittlerer Osten: Regionale (Un)Sicherheit seit dem 11. September 2001. In Internationale Politik als Überlebensstrategie, herausgegeben von Mir A. Ferdowsi, S. 445–471. München: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.
14 Perthes, Volker. 2004. Naher und Mittlerer Osten. Unvollständige Regimebildung und die Suche nach regionaler Sicherheit. In Sicherheit und Frieden zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Konzeptionen – Akteure – Regionen, herausgegeben von Mir A. Ferdowsi, S. 461–475, S. 470. München: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.
15 Vgl. Asseburg, Muriel, und Guido Steinberg. 2007. Konfliktdynamik im Nahen und Mittleren Osten. In Aus Politik und Zeitgeschichte 19, 2007.
16 Vgl. Asseburg, Muriel. 2018. Die Palästinensische Autonomiebehörde und die Hamas-Regierung: Erfüllungsgehilfen der Besatzung? In Akteure des israelisch-palästinensischen Konflikts, herausgegeben von Peter Lintl, S. 31–47. Berlin: SWP.
17 Vgl. Zakaria, Sherouk. 2018. UN Official: UNRWA facing »most severe crisis« after Trump’s aid cut. The Jerusalem Post, 06.03.2018, aufgerufen am 02.07.2018, www.jpost.com/Middle-East/UN-Official-UNRWA-facing-most-severe-crisis-­after-Trumps-aid-cut-544322
18 Vgl. United Nations Country Team in Palestine. 2012. Gaza in 2020 – A liveable place? UNRWA, aufgerufen am 02.07.2018, www.unrwa.org/userfiles/file/publications/gaza/Gaza%20in%202020.pdf
19 Vgl. Asseburg, Muriel. 2017. »Shrinking Spaces« in Israel. SWP-Aktuell 2017 / A 61, August 2017. Berlin: SWP.
20 Vgl. Asseburg, Muriel, und Heiko Wimmen. 2015. Die bittere Ernte des Arabischen Frühlings – Transformation, Elitenwandel und neue soziale Mobilisierung. SWP Studie 22, Dezember 2015. Berlin: SWP.

Muriel Asseburg
Konflikt- und Krisenlandschaft in Europas Nachbarschaft. Naher und Mittlerer Osten

1 In der Regel werden drei Subregionen–Nordafrika, die Levante und die Länder am Persischen Golf – unterschieden. Dabei nimmt insbesondere das oecd-Mitglied Israel eine Sonderstellung ein. Aber auch sonst unterscheiden sich die einzelnen Länder erheblich, was das Pro-Kopf-Einkommen, den Entwicklungsstand, die Ausstattung mit natürlichen Ressourcen, das politische System, die Bevölkerungszusammensetzung und die Stabilität angeht. Das Spektrum reicht von ressourcenreichen Ländern mit hohem Lebensstandard (Katar, Vereinigte Arabische Emirate) zu unterentwickelten Ländern(Jemen) sowie von relativ stabilen Regimen (Saudi-Arabien) bis zu Staaten, die durch internationale Interventionen oder Bürgerkriege nachhaltig destabilisiert sind (Jemen, Syrien, Irak, Libyen).
2 Berücksichtigt sind hier: Ägypten, Algerien, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Oman, Palästina, Katar, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Tunesien, die Vereinigten Arabische Emirate und die Westsahara. Siehe: United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Divi- sion. 2017. World Population Prospects: The 2017 Revision – Special Aggregates, aufgerufen am 26.06.2018, esa.un.org/unpd/wpp
3 Vgl. United Nations Development Progra me. 2016. Youth and the Prospects for Human Development in a Changing Reality. Arab Human Development Report (ahdr), S.74 ff., aufgerufen am 26.06.2018, www.arab-hdr.org/reports/2016/ english/ahdr2016En.pdf
4 Vgl. The World Bank. 2017. ilo Labour Force Estimates and Projections, aufgerufen am 26.06.2018, data.worldbank.org/indicator/sl.tlf.cact.fe.zs?locations=dz-bh
5 Ausführlich bei Asseburg, Muriel.2011.Der Arabische Frühling. Herausforderung und Chance für die deutsche und europäische Politik. In swp Studie S 17. Berlin: Stiftung Wissenschaft und Politik (swp). Für entsprechende Indikatoren vgl. dort auch die Tabelle im Anhang, S. 34–39.
6 bp.2017.bp Statistical Review of World Energy. June 2017, S. 13, aufgerufen am 26.06.2018, www.bp.com/content/dam/bp/en/corporate/ pdf/energy-economics/statistical-review-2017/ bp-statistical-review-of-world-energy-2017- oil.pdf; statista. 2018. Oil consumption in the Middle East from 1990 to 2017, aufgerufen am 26.06.2018, www.statista.com/statistics/264375/ oil-consumption-in-the-middle-east; Clemente, Jude. 2015. The Middle East’s Growing Oil Demand Problem. Forbes, 29.03.2015, aufgerufen am 26.06.2018, www.forbes.com/sites/judeclemente/2015/03/29/the-middle-easts- growing-oil-demand-problem/#7a6b130e44af
7 Saudi Vision 2030, aufgerufen am 26.06.2018, vision2030.gov.sa/en; Qatar National Vision 2030, aufgerufen am 26.06.2018, www.mdps. gov.qa/en/qnv1/pages/default.aspx
8 Vgl. die Grafik zu Militärausgaben in: Müller, Ruth, Stephan Sievert und Reiner Klingholz. 2016. Krisenregion Mena. S. 5. Berlin: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.
9 Vgl. ausführlich: Asseburg, Muriel, Wolfram Lacher und Mareike Transfeld. 2018. Mission Impossible? un Vermittlung in Libyen, Syrien und dem Jemen. swp Studie S 12. Berlin: swp.
10 Heidelberg Institut for International Conflict (hiik).2018.Conflict Barometer 2017. Heidelberg, www.hiik.de/konfliktbarometer/aktuelle-ausgabe
11 Vgl. ausführlich Asseburg, Muriel. 2018. The Eastern Mediterranean Dynamics and the Evolving War in Syria. In The Eastern Mediterranean: New Dynamics and Potential for Cooperation, Joint Policy Study 9, herausgegeben von Nimrod Goren et. al., S. 60–82. Barcelona: EuroMeSCo/Iemed.
12 Vgl. Heydemann, Steven. 2018. Beyond fragility: Syria and the challenges of reconstruction in erce states. Washington, D. C.: The Brookings Institution.
13 Vgl. Asseburg, Muriel. 2009. Naher und Mittlerer Osten: Regionale (Un)Sicherheit seit dem 11. September 2001. In Internationale Politik als Überlebensstrategie, herausgegeben von Mir A. Ferdowsi, S. 445–471. München: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.
14 Perthes, Volker. 2004. Naher und Mittlerer Osten. Unvollständige Regimebildung und die Suche nach regionaler Sicherheit. In Sicherheit und Frieden zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Konzeptionen – Akteure – Regionen, herausgegeben von Mir A. Ferdowsi, S. 461–475, S. 470. München: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.
15 Vgl. Asseburg, Muriel, und Guido Steinberg. 2007. Konfliktdynamik im Nahen und Mittleren Osten. In Aus Politik und Zeitgeschichte 19, 2007.
16 Vgl. Asseburg, Muriel. 2018. Die Palästinensische Autonomiebehörde und die Hamas-Regierung: Erfüllungsgehilfen der Besatzung? In Akteure des israelisch-palästinensischen Konflikts, herausgegeben von Peter Lintl, S. 31–47. Berlin: swp.
17 Vgl. Zakaria, Sherouk. 2018. un Official: unrwafacing »most severe crisis« afterTrump’s aid cut. The Jerusalem Post, 06.03.2018, aufgerufen am 02.07.2018, www.jpost.com/Middle-East/un-Official-unrwa-facing-most-severe-crisis-a er-Trumps-aid-cut-544322
18 Vgl. United Nations Country Team in Palestine. 2012. Gaza in 2020 – A liveable place? unrwa, aufgerufen am 02.07.2018, www.unrwa.org/userfiles/file/publications/gaza/Gaza%20in%20 2020.pdf
19 Vgl. Asseburg, Muriel. 2017. »Shrinking Spaces« in Israel. swp-Aktuell 2017/A 61, August 2017. Berlin: swp.
20 Vgl. Asseburg, Muriel, und Heiko Wimmen. 2015. Die bittere Ernte des Arabischen Frühlings – Transformation, Elitenwandel und neue soziale Mobilisierung. swp Studie 22, Dezember 2015. Berlin: swp.

Stephen Szabo
Deutschland muss einen Ausgleich jenseits der Westbindung finden

1 Siehe: Szabo, Stephen F. 2015. Germany, Russia, and the Rise of Geo-Economics. London: Bloomsbury.
2 Bundesregierung. 2012. Globalisierung gestalten – Partnerschaften ausbauen – Verantwortung teilen: Konzept der Bundesregierung 4. Siehe auch: Bagger, Thomas. 2013. The Networked Diplomat. In Internationale Politik 3 (August).
3 Die Pazifikachse wurde von der Obama-Regierung angekündigt, nicht von Trump. Siehe: Campbell, Kurt M. 2016. The Pivot: The Future of American Statecraft in Asia. New York: Twelve.
4 Wie eine Reihe von deutschen Regierungschefs, darunter Bundeskanzlerin Merkel und der damalige Außenminister Gabriel, 2017 erklärt hat, hat sich dies nun grundlegend geändert und die Veränderungen in den Beziehungen Amerikas zu Europa werden auch nach der Präsidentschaft Trumps fortbestehen. Mehr zu den Zusammenhängen in Trumps Politik mit der amerikanischen Vorkriegspolitik siehe: Wright, Thomas. 2016. Trump’s 19th Century Foreign Policy. In Politico, 20.01.2016, www.politico.­com/magazine/story/2016/01/donald-trump-­foreign-policy-213546; Kupchan, Charles A. 2018. The Clash of Exceptionalisms. In Foreign Affairs, Nr. 97 / 2 (März / April): S. 139–148.

Stefan Mair
Von der Geopolitik zur Geoökonomie

1 Rudd, Kevin. 2018. Understanding China’s Rise Under Xi Jinpin, Sinocism China Newsletter, aufgerufen am 08.06.2018, nb.sinocism.com/p/understanding-chinas-rise-under-xi-­jinping-by-the-honourable-kevin-rudd
2 Vgl. dazu: Fishman, Edward. 2017. Even Smarter Sanctions. How to Fight in the Era of Economic Warfare. In Foreign Affairs Vol. 96 (6): S. 102–110.
3 Fritsch, Manuel, Thorsten Lang und Edgar Schmitz. 2018. Industrie in Europa: Gutachten im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie e. V. Köln: IW Consult GmbH.

Bill Gates
Deutschland als weltweiter Innovationsführer

1 WHO. 2017a. World malaria report 2017. S. 159. Aufgerufen am 09.07.2018, apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/259492/9789241565523-eng.pdf?sequence=1. Genf: World Health Organization.
2 WHO. 2017b. Global Health Observatory data repository. Aufgerufen am 09.07.2018, apps.who.int/gho/data/view.main.81605?lang=en

Christoph M. Schmidt
Die großen Herausforderungen der Weltwirtschaft

1 Ich bedanke mich herzlich für die umfangreiche Unterstützung durch den Stab des Sachverständigenrates, insbesondere bei Sebastian Breuer, und für konstruktive Kommentare bei Wim Kösters.
2 Diese Aussage ergibt sich beispielsweise, wenn man die jeweiligen Pro-Kopf-Einkommen in Kaufkraftparitäten des Jahres 1985 umrechnet und die Grenze für absolute Armut bei zwei Dollar je Einwohner ansetzt, siehe unter anderem: SVR – Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. 2017. Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik, Jahresgutachten 2017 / 18, Kapitel 7: Protektionismus verhindern, Strukturwandel unterstützen. Wiesbaden.
3 So schildert beispielsweise W. Abelshauser den deutschen Weg der Wirtschaftspolitik als »eine Strategie der Ordnungspolitik der sichtbaren Hand«: Abelshauser, W. 2016. Einleitung: Der deutsche Weg der Wirtschaftspolitik. In Das Bundeswirtschaftsministerium in der Ära der Sozialen Marktwirtschaft: Der deutsche Weg der Wirtschaftspolitik, herausgegeben von W. Abelshauser, S. 1–21. Berlin / Boston: de Gruyter.
4 Der Sachverständigenrat hat die wirtschaftlichen Konsequenzen des demografischen Wandels für Deutschland ausführlich diskutiert und diese Analyse in den darauffolgenden Jahren immer wieder aktualisiert. Vgl. SVR. 2011. Herausforderungen des demografischen Wandels: Expertise im Auftrag der Bundesregierung. Wiesbaden.
5 Darüber hinaus wird die Stabilität der sozialen Sicherungssysteme dadurch bedroht, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Leistungsempfängern gegenüberstehen. Insbesondere wäre daher für die Zeit nach dem Jahr 2030 eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit zu diskutieren. Diese Konsequenz des demografischen Wandels wird hier allerdings nicht weiter diskutiert.
6 Dass dies alles andere als ein Selbstläufer ist, zeigt sich am deutschen »Produktivitätsparadoxon« – eine führende Rolle in der Entwicklung der »Industrie 4.0« und hohe Investitionen in die Digitalisierung haben sich bislang noch nicht erkennbar in einer nennenswerten Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität niedergeschlagen, siehe: Elstner, S., L. P. Feld und Ch. M. Schmidt. 2018. The German Productivity Paradox: Facts and Explanations. Mimeo.
7 Siehe dazu beispielsweise die Ausführungen des Hightech-Forum. 2017. Gute Ideen zur Wirkung bringen: Umsetzungsimpulse des Hightech-Forums zur Hightech-Strategie. Berlin.
8 Daten des EIA, Statistischen Bundesamts, der Weltbank und eigene Berechnungen.
9 Gruppe »high income« gemäß Definition der Weltbank. Insgesamt 78 Volkswirtschaften mit einem Bruttonationaleinkommen je Einwohner von mehr als 12.235 US-Dollar im Jahr 2016.
10 Gruppe »middle income« gemäß Definition der Weltbank. Insgesamt 109 Volkswirtschaften mit einem Bruttonationaleinkommen je Ein­wohner zwischen 1.006 und 12.235 US-Dollar im Jahr 2016, unter anderem China, Brasilien, Russland, Indien.
11 Restgröße, die neben dem Anteil der Entwicklungsländer auch statistische Inkonsistenzen erfasst.
12 Prognose der Vereinten Nationen (UN).
13 SL – Schwellenländer (»middle income«) und IL – Industrieländer (»high income«) gemäß Definition der Weltbank, DE – Deutschland.
14 Anteil an der jeweiligen Gesamtbevölkerung.
15 Im Inland. Bis 1990 früheres Bundesgebiet. 1970 bis 1990: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2003 (WZ 2003). Ab 1991: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008).
16 Land- und Fortswirtschaft, Fischerei.
17 Produzierendes Gewerbe.
18 Dienstleistungen, übrige Wirtschaftsbereiche.
19 Reales Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde. Werte für das frühere Bundesgebiet wurden mit den Veränderungsraten zurückverkettet.
20 Ab 2016 geschätzte Werte. Für Deutschland wird unterstellt, dass im Jahr 2030 das Ziel erreicht wird, nur noch 45 % der CO2-Emissionen des Jahres 1990 auszustoßen; der unterstellte Anpassungspfad ist linear.
21 Siehe stellvertretend für die wirtschaftshistorische Literatur: Clark, G. 2007. A Farewell to Alms: A Brief Economic History of the World. Princeton / Oxford: Princeton University Press; Mokyr, J. 2017. A Culture of Growth: The Origins of the Modern Economy. Princeton / Oxford: Princeton University Press.
22 Dass aus Eigeninitiative gestartete Weiterbildungsanstrengungen dazu beitragen können, anspruchsvollere Tätigkeiten zu erreichen, zeigen beispielsweise: Görlitz, K., und M. Tamm. 2016a. The returns to voucher-financed training on wages, employment and job tasks. In Econom­ics of Education Review 52: S. 51–62.
23 Dabei dürften durch die kumulative Natur von Bildungsanstrengungen erhebliche Pfadabhängigkeiten entstehen. Unterschiede in der Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen nach dem schulischen Bildungshintergrund zeigen beispielsweise: Görlitz, K., und M. Tamm. 2016b. Revisiting the Complementarity between Educa­tion and Training – The Role of Job Tasks and Firm Effects. In Education Economics 24 (3): S. 261–279.
24 Entsprechende Vorschläge hat beispielsweise das von der Bundesregierung zur intellektuellen Unterfütterung ihrer Hightech-Strategie eingerichtete Hightech-Forum ausgearbeitet (Hightech-Forum 2017).
25 Zur aktuellen Verteilungsdiskussion in Deutschland siehe beispielsweise: Feld, L. P., und Ch. M. Schmidt. 2016. Jenseits der schrillen Töne: Elemente für eine rationale Diskussion über die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen in Deutschland. In Perspektiven der Wirtschaftspolitik 17 (2): S. 188–205.
26 So hat beispielsweise ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern (Rockström, J., W. Steffen, K. Noone, Å. Persson, F. S. Chapin III, E. F. Lambin, T. M. Lenton, M. Scheffer, C. Folke, H. J. Schellnhuber, B. Nykvist, C. A. de Wit, T. Hughes, S. van der Leeuw, H. Rodhe, S. Sörlin, P. K. Snyder, R. Costanza, U. Svedin, M. Falkenmark, L. Karlberg, R. W. Corell, V. J. Fabry, J. Hansen, B. Walker, D. Liverman, K. Richardson, P. Crutzen und J. A. Foley. 2009. A safe operating space for humanity. In Nature 461: S. 472–475) aufbauend auf dem Konzept der »planetaren Leitplanken« quantitative Belastungsgrenzen für zehn Dimensionen, wie Biodiversität oder CO2-Konzentration in der Atmosphäre, ermittelt, deren Überschreitung zu irreversiblen und plötzlichen Umweltveränderungen führen könnte. Bei der CO2-Konzentration ist dieser ausgewiesene Grenzwert bereits überschritten.
27 Hier gilt es, eine Vermischung von Zielen und Instrumenten zu vermeiden. Die Steigerung des Anteils von erneuerbaren Ressourcen bei der Versorgung und der effiziente Umgang mit Energie sind zwar Instrumente auf dem Weg hin zu reduzierten Emissionen, stellen aber keine sinnvollen eigenständigen Ziele dar. Siehe: Bradshaw, A., U. Erdmann, W. Münch, K. Pittel, C. Rehtanz, K. Sedlbauer, E. Umbach und U. Wagner. 2015. Priorisierung der Ziele – Zur Lösung des Konflikts zwischen Zielen und Maßnahmen der Energiewende. Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft. Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. München.
28 Eine ausführliche Diskussion dieser Zusammenhänge findet sich beispielsweise in: SVR. 2016. Zeit für Reformen, Jahresgutachten 2016 / 17, Kapitel 11: Energiewende: Umsteuern zu einer globalen Klimapolitik. Wiesbaden.
29 Die mit der Umsetzung als Projekt nationaler Industriepolitik verbundene planwirtschaftliche – und damit volkswirtschaftlich ineffiziente – Ausgestaltung der deutschen Energiewende wird seit Jahren in der ökonomischen Literatur stark kritisiert, siehe beispielsweise: SVR. 2009. Die Zukunft nicht aufs Spiel setzen, Jahresgutachten 2009 / 10, Kapitel 6: Industriepolitik: Marktprozesse wirken lassen und Innovationen ermöglichen. Wiesbaden; oder: acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. 2012. Die Energiewende finanzierbar gestalten: Effiziente Ordnungspolitik für das Energiesystem der Zukunft. Heidelberg: Springer.
30 Diesen Lösungsansatz diskutieren unter anderem: acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. 2015. Die Energiewende europäisch integrieren: Neue Gestaltungsmöglichkeiten für die gemeinsame Energie- und Klimapolitik. München; acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. 2017. Stellungnahme: Sektorkopplung – Optionen für die nächste Phase der Energiewende. Schriftenreihe zur wissenschaftsbasierten Politikberatung. München.

Srirupa Roy
Indien 2030 und die Grenzen der kompetitiven Zukunft

1 Kaviraj, Sudipta. 2012. The Empire of Democ­racy: Reading Indian Politics Through Tocque­ville. In The Anxieties of Democracy, herausgegeben von Partha Chatterjee und Ira Katznelson. Neu-Delhi: Oxford University Press.
2 Der Indische Nationalkongress (oder auch »Kongress«) ist eine der sechs großen nationalen Parteien Indiens.
3 PricewaterhouseCoopers (PwC). 2017. The World in 2050. PwC, aufgerufen am 14.05.18, www.pwc.com/gx/en/issues/economy/the-world-in-2050.html
4 Economist Intelligence Unit. 2015. India Country Report. Hongkong.
5 United Nations Department of Economic and Social Affairs (UN DESA). 2017. World Population Prospects, The 2017 Revision. UN DESA, aufgerufen am 14.05.18, esa.un.org/unpd/wpp/publications/Files/WPP2017_KeyFindings.pdf
6 Manyika, James, Michael Chui, Mehdi Miremadi, Jacques Bughin, Katy George, Paul Willmott und Martin Dewhurst. 2017. Harnessing Automation for a Future that Works. McKinsey & Company, aufgerufen am 14.05.18, www. mckinsey.com/featured-insights/digital-­disruption/harnessing-automation-for-a- future-that-works
7 UN DESA. 2014. World Urbanization Prospects, The 2014 Revision. UN DESA, aufgerufen am 14.05.18, esa.un.org/unpd/wup/Publications/Files/WUP2014-Report.pdf
8 World Economic Forum. 2018. The Inclusive Development Index. World Economic Forum, aufgerufen am 14.05.18, www.weforum.org/reports/the-inclusive-development-index-2018

Julia Leininger
Afrika der vielen Geschwindigkeiten

1 Siehe: Institute for Security Studies (ISS). 2017. African futures: Horizon 2025. Paris: EU Institute for Security Studies; Brahima, Coulibaly S. 2018. Foresight Africa. Top Priorities for the Continent in 2018. Washington, D. C.: Brookings Institution; Bello-Schünemann, Julia, Jakkie Cilliers, Zachary Donnenfeld, Ciara Aucoin und Alex Porter. 2017. African Futures: Key Trends. Pretoria: Institute for Security Studies; Lundsgaarde, Erik. 2011. Africa Toward 2030. Challenges for Development Policy. London: Routledge.
2 Sippel, Lilli, Tanja Kiziak, Franziska Woellert und Reiner Klingholz. 2011. Afrikas demografische Herausforderung. Wie eine junge Bevölkerung Entwicklung ermöglichen kann. Berlin: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung; Stiftung Weltbevölkerung.
3 ISS 2017; Deutsche Stiftung Weltbevölkerung. 2017. Soziale und demografische Daten weltweit. DSW-Datenreport 2017. Berlin: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung.
4 Filmer, Deon, und Louise Fox. 2014. Africa Regional Report on Youth Employment. Washington, D. C.: World Bank.
5 Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). 2017. Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte. Berlin: Geschäftsstelle WBGU.
6 United Nations Development Program (UNDP). 2017. Income Inequality Trends in sub-Saharan Africa: Divergence, Determinants, and Consequences. New York: UNDP.
7 Brahima 2018.
8 Shimeles, Abebe, und Tiguene Nabassaga. 2017. Why is inequality high in Africa? In Journal of African Economies 27 (1): S. 108–126.
9 Heidelberg Institute for International Conflict Research (HIIK). 2017. Conflict Barometer 2017. Heidelberg: HIIK.
10 International Telecommunication Union (ITU). 2017. ICT Facts and Figures 2017. Genf: ITU.
11 Serianu. 2016. Africa Cyber Security Report 2016. Lavington: Serianu.
12 Lee, Ching Kwan. 2018. The specter of global China: politics, labor, and foreign investment in Africa. Chicago: University of Chicago Press.
13 Die Länder-Codes richten sich nach dem amtlichen Gebrauch des Auswärtigen Amts: Ägypten (EG), Algerien (DZ), Angola (AO), Äquatorialguinea (GQ), Äthiopien (ET), Benin (BJ), Botsuana (BW), Burkina Faso (BF), Burundi (BI), Côte d‘Ivoire (CI), Dschibuti (DJ), Eritrea (ER), Gabun (GA), Gambia (GM), Ghana (GH), Guinea (GN), Guinea-Bissau (GW), Kamerun (CM), Kenia (KE), Kongo (CG), Demokratische Republik Kongo (CD), Lesotho (LS), Liberia (LR), Libyen (LY), Madagaskar (MG), Malawi (MW), Mali (ML), Marokko (MA), Mauretanien (MR), Mosambik (MZ), Namibia (NA), Niger (NE), Nigeria (NG), Ruanda (RW), Sambia (ZM), Senegal (SN), Sierra Leone (SL), Simbabwe (ZW), Somalia (SO), Südafrika (ZA), Sudan (SD), Südsudan (SS), Swasiland (SZ), Tansania (TZ), Togo (TG), Tschad (TD), Tunesien (TN), Uganda (UG), Zentralafrikanische Republik (CF).
14 IMF Regional Economic Outlook 2018, World Bank Data 2017. International Monetary Fund. 2018. World Economic Outlook. Real GDP growth, www.imf.org/external/datamapper/NGDP_RPCH@WEO/OEMDC/ADVEC/WEOWORLD
15 Acled Data. 2018. Regional Overview-Africa 02 July 2018, www.acleddata.com/2018/07/03/regional-overview-africa-02-july-2018
16 Deutsches Institut für Entwicklungspolitik. Constellations of State Fragility, www.die-gdi.de/statefragility
17 The V-Dem Institute. 2017. Codebook, Version 7, v-dem.net
18 Grävingholt, Jörn, Sebastian Ziaja, Constantin Ruhe, Patrick Fink, Merle Kreibaum und Christopher Wingens. 2018. Constellations of State Fragility v1.0. Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE). DOI: 10.23661 / CSF1.0.0.
19 Leininger, Julia. 2017a. Demokratieförderung schafft Stabilität. In Deutschlands neue Verantwortung: die Zukunft der deutschen und europäischen Außen-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik, herausgegeben von Wolfgang Ischinger und Dirk Messner, S. 194–197. Berlin: Econ.
20 Lewis, David, John Heathershaw und Nick Megoran. 2018. Illiberal peace? Author­itarian modes of conflict management. In Cooperation and Conflict, April 2018. DOI: 10.1177 / 0010836718765902.
21 Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval). 2016. German Aid from a Partner Perspective. Experience-based Perceptions from AidData’s 2014 Reform Efforts Survey. Bonn: Aid Data.
22 Leininger, Julia. 2017b. New wine in an old bottle? The German ‘Marshall Plan with Africa’. The Broker Online, www.thebrokeronline.eu/Blogs/Inclusive-Economy-Africa/New-wine-in-an-old-bottle-The-German-Marshall-Plan-with-Africa
23 Leininger, Julia, und Benjamin Schraven. 2017. Weg mit diesem Afrikabild! Zeit Online, 27.03.2017, www.zeit.de/politik/ausland/­ 2017-03/migration-fluechtlinge-afrika-­ europa-grenzen-replik-theo-sommer

Timothy Nunan
Deutschlands Verantwortung ­zwischen Russland und dem Iran

1 PricewaterhouseCoopers. 2017. The Long View: How Will the Global Economic Order Change By 2050? PWC.com, aufgerufen am 24.04.2018, www.pwc.com/gx/en/issues/economy/the-world-in-2050.html
2 Dawisha, Karen. 2014. Putin’s Kleptocracy: Who Owns Russia? New York: Simon & Schuster.
3 Novokmet, Filip, Thomas Piketty und Gabriel Zucman. 2017. From Soviets to Oligarchs: Inequality and Property in Russia 1905–2016. In WID.world WORKING PAPER SERIES 2017 / 09.
4 Thomas, Landon, Jr. 2017. Deutsche Bank Fined in Plan to Help Russians Launder $10 Billion. The New York Times, 30.01.2017, www.nytimes.com/2017/01/30/business/dealbook/deutsche-bank-fined-for-helping-russians-­launder-10-billion.html
5 So war der Schah von Iran in den 70er-­Jahren an zwei umfassenden ausländischen Interventionen gegen linke Bewegungen im Oman und in Pakistan beteiligt und unterstützte die irakisch-kurdischen Gruppen während der frühen 70er-Jahre. In ähnlicher Weise unterhielt die Geheimpolizei des Schahs ein ausgedehntes Netz von Informanten im Nahen Osten und in Europa und führte Ermordungen ehemaliger Regierungsbeamter im Ausland durch.

Ottmar Edenhofer, Kira Vinke, Jacob Schewe
Warum Sicherheitspolitik auf eine ­effektive Klimapolitik angewiesen ist

1 Eine Analyse der aktuellen Treibhausgasminderungszusagen und ihrer Bedeutung für die globale Mitteltemperatur findet sich unter ­climateactiontracker.org
2 Im, Eun-Soon, Jeremy S. Pal und Elfatih A. B. Eltahir, 2017. Deadly heat waves projected in the densely populated agricultural regions of South Asia. In Science Advances 3 (8): S. 1–8.
3 Vinke, Kira, Hans Joachim Schellnhuber, Dim Coumou, Tobias Geiger, Nicole Glanemann, Veronika Huber, Jürgen Kropp, Steffen Kriewald, Jascha Lehmann, Anders Levermann, Anastasia Lobanova, Maria Knaus, Christian Otto, Christopher Reyer, Alexander Robinson, Diego Rybski, Jacob Schewe, Sven Willner, Michel Wortmann, Fang Zhao und Bin Zhou. 2017. A Region At Risk – ­ The Human Dimensions of Climate Change in Asia and the Pacific. Manila: Asian Development Bank.
4 Das Internal Displacement Monitoring Center, www.internal-displacement.org, Teil des Norwegian Refugee Council, berichtet regel­mäßig über diese Vorgänge.
5 Rigaud, Kanta Kumari, Alex de Sherbinin, Bryan Jones, Jonas Bergmann, Viviane Clement, Kayly Ober, Jacob Schewe, Susana Adamo, Brent McCusker, Silke Heuser und Amelia Midgley. 2018. Groundswell: Preparing for Internal Climate Migration. Washington, DC: World Bank, openknowledge.worldbank.org/handle/10986/29461
6 Ebd.
7 Schleussner, Carl-Friedrich, Jonathan F. Donges, Reik V. Donner und Hans Joachim Schellnhuber. 2016. Armed-conflict risks enhanced by climate-related disasters in ethnically fractionalized countries. In Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 113 (33): S. 9216–21.
8 Hsiang, Solomon M., Kyle Meng, Mark A. Cane. 2011. Civil conflicts are associated with the global climate. In Nature 476 (7361): S. 438–41. Von Uexkull, Nina, Mihai Croicu, Hanne Fjelde und Halvard Buhaug. 2016. Civil conflict sensitivity to growing-season drought. In Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 113 (44): S. 12391–12396.
9 Esteban, Joan, und Debraj Ray. 1999. Conflict and Distribution. In Journal of Economic Theory 87, S. 379–415; Esteban, Joan, und Debraj Ray. 2011. Linking Conflict to Inequality and Polarization. In American Economic Review 101: S. 1345–1374.
10 Dieses Beispiel ist einer Vorlesung von Debraj Ray (Uneven Growth, Ethnicity and Conflict, 04.10.2013, Cornell University) entnommen, Video-Link: www.youtube.com/watch?v=mP6grXotpqs
11 Pacific Sea Level Monitoring Project. 2018. Monthly Sea Level and Meteorological Statistics, aufgerufen am 18.04.2018, www.bom.gov.au/oceanography/projects/spslcmp/data/monthly.shtml
12 Mengel, Matthias, Anders Levermann, Katja Frieler, Alexander Robinson, Ben Marzeion und Ricarda Winkelmann. 2016. Future sea level rise constrained by observations and long-term commitment. In Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 113 (10): S. 2597–602.
13 Storlazzi, Curt, Stephen B. Gingerich, Ap van Dongeren, Olivia M. Cheriton, Peter Swarzenski, Ellen Quataert, Clifford Voss, Donald W. Field, Hariharasubramanian Annamalai, Greg A. Piniak und Robert McCall. 2018. Most atolls will be uninhabitable by the mid-21st century because of sea-level rise exacerbating wave-driven flooding. In Science Advances 4, eaap9741. S. 1–10.
14 Wang, Guojian, Wenju Cai, Bolan Gan, Lixin Wu, Agus Santoso, Xiaopei Lin, Zhaohui Chen und Michael J. McPhaden. 2017. Continued increase of extreme El Niño frequency long after 1.5 °C warming stabilization. In Nature Climate Change 7 (8): S. 568–572.
15 Chand, Savin S., Kevin J. Tory, Hua Ye und Kevin J. E. Walsh. 2017. Projected increase in El Niño-driven tropical cyclone frequency in the Pacific. In Nature Climate Change 7 (2): S. 123–127.
16 Weber, Eberhard. 2015. Envisioning South-South relations in the fields of environmental change and migration in the Pacific Islands – past, present and futures. In Bandung: Journal of the Global South 2:6, doi.org/10.1186/s40728-014-0009-z
17 Call, Charles T. 2010. Beyond the ‘failed state’: Toward conceptual alternatives. In European Journal of International Relations 17 (2): S. 303–326.
18 United Nations Environment Programme. 2007. Sudan Post-Conflict Environmental Assessment. Nairobi: UNEP.
19 Bennett, Kimberly, Alexandra Bilak, Noah Bullock, Ledio Cakaj, Margarite Clarey, Bina Desai, Justin Ginnetti, Capucine Maus de Rolley, Padraic McClusky, Lisa Monaghan, Sorcha O’Callaghan, Catherine Osborn, Andrés Lizcano, Rodriguez, Elizabeth J. Rushing, Dan Tyler, Michelle Yonetani. 2017. Global Report on Internal Displacement. Norwegian Refugee Council, Internal Displacement Monitoring Centre, www.internal-displacement.org/global-report/grid2017/pdfs/2017-GRID.pdf
20 Edenhofer, Ottmar, Jan C. Steckel, Michael Jakob und Christoph Bertram. 2018. Reports of coal’s terminal decline may be exaggerated. In ­Environmental Research Letters 13 (2).
21 Siehe hierzu etwa Edenhofer, Ottmar. 2018. Klima, Kohle, Kapital – Ökonomische Hebel in der internationalen Klimapolitik. In Politik und Zeitgeschichte, 68. Jahrgang, 21–23 / 2018: S. 26–33.
22 United Nations Environment Programme. 2017. The Emissions Gap Report. Nairobi: UNEP.
23 Zu den Chancen einer effektiven CO2-Bepreisung siehe z. B. Edenhofer, Ottmar und Michael Jakob. 2017. Klimapolitik – Ziele, Konflikte, Lösungen. München: C. H. Beck.
24 Edenhofer, Ottmar. 2015. King Coal and the queen of subsidies. In Science 349 (6254): S. 1286–1287.
25 Stiglitz, Joseph E., et al. 2017. Report of the High-Level Commission on Carbon Prices. ­Washington: The World Bank.

Abbildung
Keine schöne Aussicht. Globale Umweltprognosen

1 Fujino, J., et al. 2006. Multi-gas mitigation analysis on stabilization scenarios using AIM global model. In The Energy Journal Vol. 27 Special Issue; Hijioka, Y., et al. 2008. Global GHG emissions scenarios under GHG concentration stabilization targets. In Journal of Global Environmental Engineering 13: S. 97–108. Im Prognosezeitraum wurde das mittlere Emissionsszenario RCP6.0 des IPCC ausgewählt.
2 Collins, M., et al. 2013. Long-term Climate Change: Projections, Commitments and Irreversibility. In Climate Change 2013: The Physical ­Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. Cambridge/ United Kingdom und New York, USA: Cambridge University Press. Der Temperaturanstieg bezieht sich auf den vorindustriellen Referenzzeitraum 1850–1900. Im Prognosezeitraum wurde das mittlere Emissionsszenario RCP6.0 des IPCC ausgewählt.
3 Daten von Our World in Data auf Grundlage der Food and Agriculture Organization, aufgerufen am 18.08.2018, www. ourworldindata.org/meat-and-seafood-production-consumption. Ab 2014 eigene Berechnungen.
4 Daten von PlasticsEurope, aufgerufen am 18.08.2018, www.plasticseurope.org/en/resources/market-data. Ab 2017 eigene Berechnungen.

Gabriel Felbermayr
Dienstleistungen als nächste Stufe des Außenhandels

1 Federico, Giovanni, und Antonio Tena-Jung­uito. 2017. A tale of two globalizations: gains from trade and openness 1800–2010. In Review of World Economics 153: S. 601–626.
2 Ebd.
3 Steinwender, Claudia. 2018. Real Effects of Information Frictions: When the States and the Kingdom Became United. In American Economic Review 108 (3): S. 657–696.
4 Baldwin, Richard. 2016. The Great Convergence. Harvard University Press.
5 Goldberg, Pinelopi, und Giovanni Maggi. 1999. Protection of Sale: An Empirical Investigation. In American Economic Review 89 (5): S. 1135–1155; Ricardo, David. 1815. An Essay on the Influence of a low Price of Corn on the Profits of Stock. London: John Murray.
6 Bernhofen, Daniel, Zouheir El-Sahli und Richard Kneller. 2016. Estimating the Effects of the Container Revolution on World Trade. In Journal of International Economics 98: S. 36–50.
7 Aichele, Rahel, Gabriel Felbermayr und Inga Heiland. 2013. Neues aus der Basarökonomie. In ifo Schnelldienst 66 (6): S. 13–28.
8 Milanovic, Branko. 2016. Global Inequality: A New Approach for the Age of Globalization. Harvard University Press.
9 Die Analyse von Milanovic sagt nicht, dass das Einkommen einer Person, die etwa im Jahr 1988 das Medianeinkommen (fünfzigstes Perzentil) verdient hat, einen Zuwachs von 70 Prozent bis 2008 zu verzeichnen hat, sondern sie vergleicht unterschiedliche Personen, die jeweils für sich 1988 und 2008 das Medianeinkommen verdienten.
10 Die allerärmsten zwei Prozent hatten hingegen deutliche Einbußen zu verzeichnen (was allerdings wenig mit Entwicklungen der Weltwirtschaft und viel mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen zu tun haben dürfte).
11 Rodrik, Dani. 2011. The Globalization Paradox: Democracy and the Future of the World Economy. W. W. Norton & Company.
12 Felbermayr, Gabriel, Michele Battisti und Sybille Lehwald. 2016. Einkommensungleichheit in Deutschland, Teil 1: Gibt es eine Trendumkehr? In ifo Schnelldienst 69 (13): S. 28–37.
13 Felbermayr, Gabriel, Jasmin Gröschl und Benjamin Jung. 2017. Wohlfahrtseffekte der Handelsliberalisierung, Arbeitspapier 03 / 2017, Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
14 Hoekman, Bernard. 2015. The Global Trade Slowdown: A New Normal. VoxEU.org, voxeu.org/sites/default/files/file/Global%20Trade%20­Slowdown_nocover.pdf
15 Bughin, Jacques, und Susan Lund. 2017. The ascendancy of international data flows. VoxEU.org, voxeu.org/article/ascendancy-international-data-flows
16 BEA: Bureau of Economic Analysis. 2016. BEA Estimates of International Trade in Digitally En­abled Services. www.esa.doc.gov/economic-­briefings/new-bea-estimates-international-trade-­digitally-enabled-services
17 Bughin und Lund 2017.
18 Pring-Mill, David. 2018. Why hasn’t AI mastered language translation? Singularity Hub, singularityhub.com/2018/03/04/why-hasnt-ai-mastered-language-translation
19 Bigot, Régis, Patricia Croutte, Jörg Muller und Guillaume Osier. 2012. The Middle Classes in Europe: Evidence from the LIS Data. In LIS Working Paper Series 580 (Luxembourg Income Study).
20 Dauth, Wolfgang, Sebastian Findeisen, Jens Südekum und Nicole Wößner. 2017. German Robots – The Impact of Industrial Robots on Workers. CEPR Discussion Paper 12306.
21 OECD. 2018. GDP long-term forecast. data.oecd.org/gdp/gdp-long-term-forecast.htm

Michael Hüther
Chancen für eine dritte Globalisierung. Ausbruch aus der Erschöpfung

1 Zentrale Thesen und Argumentationsmuster beruhen auf: Hüther, Michael, Matthias Diermeier und Henry Goecke. 2018. Die erschöpfte Globalisierung. Zwischen transatlantischer Orientierung und chinesischem Weg. Wiesbaden: Springer.
2 Maddison-Project. 2009. The Maddison-­Project, www.ggdc.net/maddison/maddison-­project/home.htm

Henning Kagermann und Johannes Winter
Die zweite Welle der Digitalisierung. Deutschlands Chance

1 Kagermann, H., H. Österle und J. Jordan. 2010. IT-Driven Business Models. Hoboken / NJ.
2 Geisberger, E., und M. Broy. 2012. agendaCPS. Heidelberg.
3 acatech und Forschungsunion. 2013. Deutschlands Zukunft als Produktionsstandort sichern. Umsetzungsempfehlungen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0. München.
4 acatech. 2017. Wegweiser Smart Service Welt. Berlin.
5 Wahlster, W. 2014. Semantic Technologies for Mass Customization. In Towards the Internet of Services, herausgegeben von W. Wahlster et al., S. 3–14. Heidelberg.
6 Kagermann, H., und J. Winter. 2017. Industrie 4.0 und plattformbasierte Geschäftsmodellinnovationen. In Praxishandbuch Industrie 4.0, herausgegeben von K. Lucks. Stuttgart.
7 Ramge, T., und V. Mayer-Schönberger. 2017. Das Digital. Berlin.
8 acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Hightech-Forum der Bundesregierung, 2017. Fachforum Autonome Systeme. Berlin.
9 Wahlster, W. 2017. Künstliche Intelligenz als Grundlage autonomer Systeme. In Informatik-Spektrum 40 (5): S. 409–418.
10 Daugherty, P., und P. H. J. Wilson. 2018. Human + Machine. Cambridge.
11 Accenture. 2018. The Platform Economy, aufgerufen am 09.05.2018, www.accenture.com/us-en/insight-digital-platform-economy
12 McAfee, A., und E. Brynjolfsson. 2017. Ma­chine, Platform, Crowd. New York.
13 Tiwana, A. 2013. Platform Ecosystems. Waltham.
14 Moore, J. F. 1993. Predators and prey: a new ecology of competition. In Harvard Business Review 71 (3): S. 75–86.
15 Christensen, C. M., M. E. Raynor und R. McDonald. 2015. What Is Disruptive Innovation? In Harvard Business Review, Special Feature.
16 Jürgens, K., R. Hoffmann und C. Schildmann. 2017. Arbeit transformieren! Bielefeld.
17 Jacobs, J. C., H. Kagermann, T. Sattelberger und T. Lange. 2018. Zukunft der digitalen Transformation gestalten. In Arbeit 4.0 aktiv gestalten, herausgegeben von S. Werther und L. Bruckner, S. 24–29. Berlin.
18 acatech. 2016. Die digitale Transformation gestalten. München.
19 Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). 2017. Ethik-Kommission Automatisiertes und Vernetztes Fahren.
20 Otto, B., M. ten Hompel und S. Wrobel. 2018. Industrial data space. In Digitalisierung, herausgegeben von R. Neugebauer, S. 113–133.
21 Frey, C., und M. Osborne. 2013. The Future of Employment. Oxford.
22 Arntz, M., T. Gregory und U. Zierahn. 2018. Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit. Mannheim.
23 Spath, D. 2018. Lernende Systeme in Wirtschaft und Gesellschaft. In Digitalisierung im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft & Recht, herausgegeben von K. Mayr. Heidelberg.
24 Evans, P., und A. Gawer. 2016. The Rise of the Platform Enterprise. New York.

Rudolf Stichweh
Wissensproduktion der Zukunft

1 Vgl. ergänzend: Stichweh, Rudolf. 2014. ­Wissensordnungen und Wissensproduktion im 21. Jahrhundert. In Merkur 68 (4): S. 336–44.
2 Schütz, Alfred. 1972. Der gut informierte Bürger. Ein Versuch über die soziale Verteilung des Wissens. In Gesammelte Aufsätze II. Studien zur soziologischen Theorie (von Alfred Schütz), ­herausgegeben von Arvid Brodersen, S. 85–101. Den Haag: Martinus Nijhoff.
3 Hallerberg, Mark, und Jochen Wehner. 2018. When Do You Get Economists as Policy Makers? S. 1–47. dx.doi.org/10.2139/ssrn.2191490
4 Schumpeter, Joseph A. 1947. The Creative ­Response in Economic History. In The Journal of Economic History 7 (2): S. 149–59.
5 Goldin, Claudia, und Lawrence F. Katz. 2008. The Race between Education and Technology. Cambridge, Mass./London: The Belknap Press of Harvard University Press.
6 Rescher, Nicholas. 1989. Cognitive Economy. The Economic Dimension of the Theory of Knowledge. Pittsburg, PA: University of Pittsburgh Press.
7 Zu technologischer Eskalation faszinierend: Liu, Cixin. 2015 / 2017. The Three-Body Problem (Vol. 1–3). London: Head of Zeus.
8 Stichweh, Rudolf. 2016b. Religion als globale Kategorie. Zur Theorie funktionaler Differenzierung. In Säkularität und Moderne, herausgegeben von Karl Gabriel und Christoph Horn, S. 97–118. Freiburg und München: Herder.
9 Stichweh, Rudolf. 2015. Analysing Linkages between Science and Politics. Transformations of Functional Differentiation in Contemporary Society. In Interfaces of Science and Policy and the Role of Foundations, herausgegeben von Stiftung Mercator, S. 38–47. Essen.
10 Wilensky, Harold L. 1964. The Professionalization of Everyone? In American Journal of Sociology 70 (1): S. 137–58.
11 Bundesamt für Gesundheit, Schweiz. 2017. Förderprogramm, Interprofessionalität im Gesundheitswesen, 2017–2020, herausgegeben von Eidgenössisches Department des Innern, S. 1–16. Bern.
12 Hagel III, John, John Seely Brown und Lang Davison. 2009. Measuring the Forces of Long-Term Change. The 2009 Shift Index. Deloitte Center for the Edge. www.edgeperspectives.com/shiftindex.pdf
13 Renaer, Allen H., und Carole L. Palmer. 2009. Strategic Reading, Ontologies, and the Future of Scientific Publishing. In Science 325: S. 828–32.
14 Power, Michael. 1997. The Audit Society: ­Rituals of Verification. Oxford: Oxford University Press.
15 Stichweh, Rudolf. 2016a. Inklusion und Exklusion. Studien zur Gesellschaftstheorie (2. erweiterte Auflage). Bielefeld: Transcript.
16 Gerhards, Jürgen. 2001. Der Aufstand des Publikums. Eine systemtheoretische Interpretation des Kulturwandels in Deutschland zwischen 1960 und 1989. In Zeitschrift für Soziologie 30 (3): S. 163–84.

Wilhelm Krull
Wissenschaft und Gesellschaft. Der Transfer zum richtigen Handeln

1 Wissenschaft im Dialog 2017. Wissenschaftsbarometer 2017, herausgegeben von Wissenschaft im Dialog, S. 11–12.
2 Online einsehbar unter: www.hrk.de/­positionen/beschluss/detail/memorandum-­dialog-wissenschaft-und-gesellschaft
3 Wissenschaftsbarometer 2017.
4 Ebd.
5 Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e. V. 2014. Die Synthetische Biologie in der öffentlichen Meinungsbildung. Überlegungen im Kontext der wissenschaftsbasierten Beratung von Politik und Öffentlichkeit. S. 77, 82.
6 Hendriks, F., Kienhues, D., Bromme, R. 2016. Trust in science and the science trust.
7 VolkswagenStiftung. IMPULSE-Magazin, 2018. S. 12–15.
8 Marcinkowski, Frank, und Matthias Kohring. 2014. Impulsreferat »Nützt Wissenschaftskommunikation der Wissenschaft? Anmerkungen zu einer umgestellten Frage«. Hannover, 30.06.2014. www.volkswagenstiftung.de/sites/default/files/downloads/Programmteil_I_Frank_­Marcinkowski_und_Matthias_Kohring.pdf
9 Steinmeier, Frank-Walter. Eröffnung der Podiumsdiskussion »Ist die Vernunft noch zu retten? Verantwortliches Handeln in der Gegenwart«. Berlin, 27.05.2017. www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-­Steinmeier/Reden/2017/05/170527-Panel-­Kirchentag-Berlin.html
10 Vgl. dagegen, mit Blick auf die notwendige Interaktivität: Krull, Wilhelm. 2003. Wissenschaft, Kommunikation und öffentliches Interesse. In science + fiction. Zwischen Nanowelt und globaler Kultur. S. 9–14. Berlin: Jovis.
11 Vgl. IMPULSE-Magazin, 2018.
12 Fachforum Partizipation und Transparenz des High-Forums. Partizipatives Agenda-Setting – Gesellschaft an Forschung und Innovation beteiligen. Berlin, April 2017. www.hightech-­forum.de/fileadmin/PDF/hightech-­forum_partizipation_und_transparenz.pdf
13 Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e. V. 2014. Die Synthetische Biologie in der öffentlichen Meinungsbildung. Überlegungen im Kontext der wissenschaftsbasierten Beratung von Politik und Öffentlichkeit. S. 54.
14 Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatec, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. 2017. Social Media und digitale Wissenschaftskommunikation. Analyse und Empfehlungen zum Umgang mit Chancen und Risiken in der Demokratie, herausgegeben von Acatech et al. S. 14.
15 Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.1.2018.
16 Wissenschaften im Dialog, Bundesverband Hochschulkommunikation. 2016. Leitlinien zur guten Wissenschafts-PR, herausgegeben von Wissenschaft im Dialog. www.wissenschaft-im-­dialog.de/fileadmin/user_upload/Ueber_uns/Gut_Siggen/Dokumente/LEITLINIEN_WISSPR_17_11_Druck_komprimiert.pdf
17 Allmendinger, Jutta. 2017. Die Werte der Wissenschaft. Reden und Gedanken zum »March for Science« in Deutschland, heraus­gegeben von Reiner Korbmann. S. 13 f. wissenschaftkommuniziert.­files.wordpress.­com/2017/09/die_werte_der_wissenschaft_ final.pdf
18 Vgl. Krull, Wilhelm. 2017. In turbulent times trust is crucial for universities. University World News, 10.11.2017, www.universityworldnews.com/article.php?story=20171107085924596

Dietmar Harhoff mit Alexander Suyer
Von klassischer Forschungs- zu moderner Innovationspolitik

1 Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online-­Datenbank, Tabellen-Code 21341-0001.
2 Statistisches Bundesamt. 2018. Finanzen der Hochschulen, Fachserie 11, Reihe 4.5, Tabellenblatt 1.2.4. Zudem wurde der vergleichbare Wert für das Jahr 2005 auf Anfrage vom Statistischen Bundesamt übermittelt.
3 Berechnungen in: EFI – Expertenkommission Forschung und Innovation. 2017. Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2017. Berlin. Auf Basis von Statistisches Bundesamt 2018 und schriftlicher Auskunft des Statistischen Bundesamtes.
4 Zwar hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft eine 20-Prozent-Pauschale für Overheadkosten eingeführt. Diese deckt die tatsächlichen Overheadkosten jedoch nicht.
5 Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). 2013. Exzellenzinitiative auf einen Blick – Der Wettbewerb des Bundes und der Länder zur Stärkung der universitären Spitzenforschung. 5. überarbeitete Auflage. Bonn.
6 Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. DFG, www.dfg.de/exzellenzstrategie
7 Pakt für Forschung und Innovation. Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, www.gwk-bonn.de/­ themen/foerderung-von-ausseruniversitaeren-­wissenschaftseinrichtungen/pakt-fuer- forschung-und-innovation
8 Stephan, P. 1996. The Economics of Science. In Journal of Economic Literature 34 (3): S. 1199–1235
9 Detailinformationen zu den Programmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finden sich in: EFI – Expertenkommission Forschung und Innovation. 2017. Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2017. ­ S. 54 f. Berlin.
10 Porter, M. 1998. Clusters and the New Economics of Competition. In Harvard Business Review 76 (6): S. 77–91.
11 Schasse, U., B. Gehrke und G. Stenke. 2018. Forschung und Entwicklung in Staat und Wirtschaft – Deutschland im internationalen Vergleich. Studien zum deutschen Innovationssystem. Berlin.
12 Anteile kleiner und mittlerer Unternehmen an ausgewählten Merkmalen 2015. Statistisches Bundesamt, aufgerufen am 16.07.2018, www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/UnternehmenHandwerk/KleineMittlere UnternehmenMittelstand/Tabellen/Insgesamt.­html
13 Rammer, C., S. Gottschalk, B. Peters, J. Bersch und D. Erdsiek. 2016. Die Rolle von KMU für Forschung und Innovation in Deutschland, Studien zum deutschen Innovationssystem Nr. 10-2016. Berlin.
14 Das Programm richtet sich an Forscherteams in den Lebenswissenschaften, die ein Unternehmen gründen wollen, und trägt den langen Entwicklungszyklen und dem hohen Ressourcenbedarf in der Biotechnologie Rechnung.
15 Sternberg, R., M. Wallisch, N. Gorynia-Pfeffer, J. von Bloh und A. Baharian. 2017. Global Entrepreneurship Monitor 2017 / 2018, Unternehmensgründungen im weltweiten Vergleich – ­Länderbericht Deutschland 2017 / 18. Eschborn.
16 Economy Rankings. Doing Business, www.­doingbusiness.org/rankings
17 Zum Beispiel: EFI – Expertenkommission Forschung und Innovation. 2012. Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2012. Berlin.
18 Eßig, M., und M. Schaupp. 2016. Ermittlung des innovationsrelevanten Beschaffungsvolumens des öffentlichen Sektors als Grundlage für eine innovative öffentliche Beschaffung. Neubiberg: Kompetenzzentrum innovative Beschaffung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und Universität der Bundeswehr München.
19 EFI – Expertenkommission Forschung und Innovation. 2017. Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2017. Berlin.
20 Müller, S. C., M. Böhm, M. Schröer, A. Bak­hirev, B. Baiasu, H. Krcmar und I. Welpe. 2016. Geschäftsmodelle in der digitalen Wirtschaft, Studien zum deutschen Innovationssystem Nr. 13-2016. Berlin.
21 EFI – Expertenkommission Forschung und Innovation. 2017. Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2017. Berlin.
22 Jetter, M. 2011. A Smarter Planet – Der Wandel in Richtung Dienstleistungen. In Internet der Dienste, herausgegeben von L. Heuser und W. Wahlster. Berlin / Heidelberg.
23 GfK – Gesellschaft für Konsumforschung. 2014. Umfrage in mittelständischen Unternehmen zum Thema Digitalisierung – Bedeutung für den Mittelstand, Umfrage im Auftrag der DZ Bank, Nürnberg. www.dzbank.de/content/dam/dzbank_de/de/library/presselibrary/pdf_dokumente/DZ_Bank_Digitalisierung_Grafiken.pdf
24 EFI – Expertenkommission Forschung und Innovation. 2017. Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2017. Berlin.
25 Fromm, J., C. Welzel, L. Nentwig und M. Weber. 2015. E-Government in Deutschland: Vom Abstieg zum Aufstieg. Berlin.
26 UN DESA – United Nations Department of Economic and Social Affairs. 2016. UN E-Government Survey – E-Government in Support of Sustainable Development. New York.
27 Harhoff, D., H. Kagermann und M. Stratmann (Hrsg.). 2018. Impulse für Sprunginnovationen in Deutschland. München: acatech Diskussion.
28 Berliner Rede 1997 von Bundespräsident Roman Herzog. Der Bundespräsident, www. ­bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/ ­Roman-Herzog/Reden/1997/04/19970426_Rede.html

Ilona Kickbusch
Umfassende Gesundheitssicherheit als Baustein nachhaltiger deutscher Außenpolitik

1 Steinmeier, F. 2014. Menschen nicht mit Ebola alleinlassen. Welt Am Sonntag, 21.09.2014.
2 WHO. 2018. Ebola Virus Disease Fact Sheet. www.who.int/en/news-room/fact-sheets/ ­detail/ebola-virus-disease. Genf: World Health Organisation.
3 Kickbusch, I., C. Franz, A. Holzscheiter, I. Hunger, A. Jahn, C. Köhler und J. Schmidt. 2017. Deutschlands wachsende Bedeutung in der globalen Gesundheitspolitik. In The Lancet 6736 (17): S. 31460–5. dx.doi.org/10.1016/ S0140-6736(17)31460-5
4 Siehe Horton, R., und P. Das. 2015. Global health security now. In The Lancet 385 (9980): S. 1805–1806. doi.org/10.1016/S0140-6736(15)60909-6; Merkel, A. 2015. Statement by Federal Chancellor Angela Merkel at the 68th session of the WHO World Health Assembly in Geneva on 18 May 2015, aufgerufen am 31.01.2017, www.who.int/mediacentre/events/2015/wha68/merkel-speech-wha68.pdf
5 Ischinger, W., und D. Messner. 2017. Deutschlands Neue Verantwortung. www.deutschlands-­verantwortung.de/buch. Berlin: Econ.
6 IPCC. 2014. Climate Change: Synthesis Report. Contribution of Working Groups I, II and III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Core Writing Team, R. K. Pachauri and L. A. Meyer (eds.)]. Genf: IPCC.
7 UNISDR. 2015. Making Development Sustain­able: The Future of Disaster Risk Management. Global Assessment Report on Disaster Risk Reduction. Genf: UNISDR.
8 World Bank. 2017. From panic and neglect to investing in health security: financing pandemic preparedness at a national level. Washington D. C.: The World Bank Group, documents. worldbank.org/curated/en/979591495652724770/ From-panic-and-neglect-to-investing-in-­health-security-financing-pandemic-preparedness-at- a-national-level
9 Jamison, D., L. Summers, G. Alleyne, K. Arrow, S. Berkley, A. Binagwaho, F. Bustreo, D. Evans, R. Feachem, J. Frenk, G. Ghosh, S. Goldie, Y. Guo, S. Gupta, R. Horton, M. Kruk, A. Mahmoud, L. Mohohlo, M. Ncube, A. Pablos-Mendez, K. Reddy, H. Saxenian, A. Soucat, K. Ulltveit-Moe und G. Yamey. 2013. The Lancet Commissions Global health 2035: a world converging within a genera­tion. In The Lancet 382 (9908): S. 1898–1955. dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(13)62105-4
10 Daten der Weltbank.
11 Daten, abgerufen am 04.02.2018, ourworldindata.org/life-expectancy
12 Daten, abgerufen am 10.02.2018, www.who.int/gho/mortality_burden_disease/life_tables/en
13 World Bank. 2015. Update on the Economic Impact of the 2014–2015 Ebola. Washington D. C.: World Bank Group. documents.worldbank.­org/­ curated/en/480751468266708176/pdf/ 958040WP0OUO900e0April150Box385458B.pdf
14 World Bank. 2010. People, Pathogens and Our Planet –Volume one: towards a one health approach for controlling zoonotic diseases. Report No. 50833-GLB. Washington D. C.: The World Bank Group.
15 Lee, B. Y., J. A. Alfaro-Murillo, A. S. Parpia, L. Asti, P. T. Wedlock, P. J. Hotez und A. P. Galvani. 2017. The potential economic burden of Zika in the continental United States. In PLOS Neglected Tropical Diseases 11 (4), e0005531. doi.org/10.1371/­journal.pntd.0005531
16 Quelle: Smith et al 2014. Zitiert in Quick, J. D., und B. Fryer. 2018. The End of Epidemics: The Looming Threat to Humanity and How to Stop It. New York: St. Martin’s Press.
17 Stenberg, K., O. Hanssen, T. T. T. Edejer, M. Bertram, C. Brindley, A. Meshreky, A. Soucat et al. 2017. Financing transformative health systems towards achievement of the health Sustainable Development Goals: a model for projected resource needs in 67 low-income and middle-income coun­tries. In The Lancet Global Health 5 (9), e875–e887.
18 World Bank. 2017. From panic and neglect to investing in health security: financing pandemic preparedness at a national level. Washington, D. C.: The World Bank Group. documents.­worldbank.org/curated/en/979591495652724770/pdf/­ 115271-REVISED-FINAL-IWG-Report-3-5-18.pdf
19 Quick und Fryer 2018.
20 WHO. 2018. WHO R&D Blueprint 2018 – ­Annual review of diseases (Meeting Report). Genf: World Health Organization. www.who.­ int/­emergencies/diseases/2018prioritization- report.pdf
21 Chiu, Y.-W., Y.-H. Weng, Y.-Y. Su, C.-Y. Huang, Y.-C. Chang und K. N. Kuo 2009. The nature of international health security. In Asia Pacific ­Journal of Clinical Nutrition 18 (4): S. 679–683.
22 Jonas, O. B. 2014. Pandemic Risk (Background Paper to the World Development Report 2014). ­Washington D. C.: World Bank.
23 Gates, B. 2017. A new kind of terrorism could wipe out 30 million people in less than a year — ­ and we are not prepared. Business Insider Deutschland, aufgerufen am 18.02.2017, www.businessinsider.de/bill-gates-op-ed-bio-terrorism-­epidemic-world-threat-2017-2
24 JMP. 2017. Estimates on the use of water, sanitation and hygiene by country (2000–2015). Genf: Joint Monitoring Program for Water Supply, San­itation and Hygiene (World Health Organisation and Unicef). washdata.org/data
25 International Civil Aviation Organization, Civil Aviation Statistics of the World and ICAO staff estimates. Daten abgerufen von data.worldbank.org/indicator/IS.AIR.PSGR
26 Morse, S. S., J. A. K. Mazet, M. Woolhouse, C. R. Parrish, D. Carroll, W. B. Karesh, P. Daszak et al. 2012. Prediction and prevention of the next pandemic zoonosis. In The Lancet 380 (9857): S. 1956–1965. doi.org/10.1016/S0140-6736(12)61684-5
27 Jetten, T. H., und D. A. Focks. 1997. Potential changes in the distribution of dengue transmission under climate warming. In The American Journal of Tropical Medicine and Hygiene 57 (3): S. 285–297.
28 Allen, T., K. A. Murray, C. Zambrana-Torrelio, S. S. Morse, C. Rondinini, M. Di Marco, P. Daszak et al. 2017. Global hotspots and correlates of emerging zoonotic diseases. In Nature Communications 8 (1): S. 1–10. doi.org/10.1038/s41467-017-00923-8
29 Raslan, R., S. El Sayegh, S. Chams, N. Chams, A. Leone und I. Hajj Hussein. 2017. Re-Emerging Vaccine-Preventable Diseases in War-Affected Peoples of the Eastern Mediterranean Region –An Update. In Frontiers in Public Health 5 (October): S. 1–8.doi.org/10.3389/fpubh.2017.00283
30 The National Academies of Sciences / Engineering / Medicine. 2017. Infectious Diseases, Pandemic Infmuenza, and Antimicrobial Resistance: Global Health Security Is National Security. In Global Health and the Future Role of the United States, S. 43–98. Washington D. C.: National Academies Press.
31 Kickbusch, I. 2016. Governing the global health security domain. Global Health Programme Working Paper 12. repository.­graduateinstitute.ch/record/293810/files/­working paper 12GHP_2015.pdf
32 WHO. 2016. WHO’s new Health Emergencies Programme. Genf.
33 »Canada, Denmark, Estonia, Germany, the Republic of Korea, Kuwait, Luxembourg, Malta, Netherlands, Norway, and the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland announced contributions ranging from US$20,000 to US$5.6 million at a conference hosted at WHO headquarters in Geneva, Switzerland on Monday (March 26) – increasing CFE funding ­levels to US$23 million.«
34 WHO. 2018. Donors pledge over US$15 million to WHO’s Contingency Fund for Emergencies. Reliefweb, aufgerufen am 27.04.2018, reliefweb.int/report/world/donors-pledge-over-us15-million-­who-s-contingency-fund-emergencies
35 World Bank. 2017. World Bank Launches First Ever Pandemic Bonds to Support $500 Million Pandemic Emergency Financing Facility. Washington, D. C. treasury.worldbank.org/cmd/htm/World-Bank-Launches-First-Ever-­Pandemic-Bonds-to-Support-500-Million-Pandemic-Emergenc.html
36 Daten, abgerufen am 28.01.2018 von www.who.int/about/who_reform/emergency-capacities/contingency-fund/en
37 World Bank. 2017. Pandemic Emergency Financing Facility. Worldbank.org, aufgerufen am 27.07.2017, www.worldbank.org/en/topic/ pandemics/brief/pandemic-emergency- financing-facility
38 Osewe, P. 2016. Preparing for the catastrophe we hope will never happen. Worldbank.org, aufgerufen am 10.19.2016, blogs.worldbank.org/health/pandemic-simulations-preparing-­catastrophe-we-hope-will-never-happen
39 Daten. abgerufen 27.01.2018 von projects.worldbank.org/P111556/east-africa-public-­health-laboratory-networking-project?lang=en
40 CEPI, www.cepi.org
41 Coalition for Epidemic Preparedness Innovations. Priority Diseases, aufgerufen am 03.03.2018, cepi.net/resources#Priority-diseases
42 Osewe, P. 2016. Preparing for the catastrophe we hope will never happen. Worldbank.org, aufgerufen am 10.19.2016, blogs.worldbank.org/health/pandemic-simulations-preparing-­catastrophe-we-hope-will-never-happen
43 Daten abgerufen am 27.01.2018 von projects.worldbank.org/P154807?lang=en
44 Global Health Security Agenda, www.­ghsagenda.org. Über: Mitgliedsländer: www.ghsagenda.org/members
45 Quick 2018, Übersetzung der Autorin.
46 WHO. 2016. Joint external evaluation tool: International Health Regulations (2005). Genf: World Health Organisation.
47 Daten abgerufen am 13.02.2018 von www.who.int/ihr/procedures/mission-reports/en
48 Tambo, E., A. Kazienga, M. Talla, CF Chengho und C. Fotsing. 2017. Digital Technology and Mobile Applications Impact on Zika and Ebola Epidemics Data Sharing and Emergency Response. In Journal of Health & Medical Informatics 8 doi.org/10.4172/2157-7420.1000254
49 Ebd.
50 United Nations General Assembly. 2016. ­Resolution adopted by the General Assembly on 15 December 2016 Global health and foreign policy: health employment and economic growth. United Nations, New York, aufgerufen am 18.01.2017,
51 Maas, H. 2018. Rede von Außenminister Heiko Maas anlässlich des Global Solutions Summit 2018. Berlin: Auswärtiges Amt. www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/maas-global-solutions-summit/2098388
52 Siehe Kickbusch, I. 2016. Governing the global health security domain. Global Health Programme Working Paper 12; Moon, S., D. Sridhar, M. A. Pate, A. K. Jha, C. Clinton, S. Delaunay, P. Piot et al. 2018. Will Ebola change the game? Ten essential reforms before the next pandemic. The report of the Harvard-LSHTM Independent Panel on the Global Response to Ebola. In The Lancet 386 (10009): S. 2204–2221.
53 Farrow, R. 2018. War on Peace: The End of ­Diplomacy and the Decline of American Influence. New York: W. W. Norton & Company.
54 Beck, U. 2007. Weltrisikogesellschaft – Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
55 Kickbusch, I., C. Franz, A. Holzscheiter, I. Hunger, A. Jahn, C. Köhler, J. Schmidt et al. 2017. Deutschlands wachsende Bedeutung in der globalen Gesundheitspolitik. In The Lancet 6736 (17): S. 31460–5.
56 One Health Global Network. What is One Health?, aufgerufen am 03.03.2018, www.­onehealthglobal.net/what-is-one-health
57 Bangert, M., D. H. Molyneux, S. W. Lindsay, C. Fitzpatrick und D. Engels. 2017. The cross-cutting contribution of the end of neglected tropical dis­eases to the sustainable development goals. In ­Infectious Diseases of Poverty 6 (1): S. 73.

Silja Vöneky
Biotechnologie und der rechtliche ­Rahmen der künftigen Weltgesellschaft

1 Prof. für Völkerrecht und Rechtsethik, Universität Freiburg. Der Beitrag beruht insbesondere auf den folgenden, weiterführenden Beiträgen der Autorin: Voeneky, Silja. 2018, erscheint demnächst. Human Rights, and Legitimate Governance of Existential and Global Catastrophic Risks. In Human Rights, Democracy, and Legitimacy in a World of Disorder, herausgegeben von Silja Voeneky und Gerald Neuman, S. 139–162. Cambridge: Cambridge University Press; Vöneky, Silja. 2015. Biosecurity – Freedom, Responsibility, and Legitimacy of Research. In Ordnung der Wissenschaft 2, S. 117–128. www.­ordnungderwissenschaft.de/2015-2/pdfs/10_2015_voeneky_biosecurity_odw.pdf
2 So auch zur Biosicherheit: Rees, Martin. 2014. We are in Denial about Catastrophic Risks. In What Should We Be Worried About, herausgegeben von John Brockman, S. 12. New York: Harper Perennial.
3 Brynjolfsson, Erik, und Andrew McAfee. 2014. The Second Machine Age. New York City: W. W. Norton & Company. National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. 2016. Gene Drives on the Horizon, Advancing Science, Navigating Uncertainty, and Aligning Research with Public Values, S. 253. Washington, D. C.: The National Academies Press. doi.org/ 10.17226/23405
4 Ein existenzielles Risiko kann als ein hypothetisches zukünftiges Ereignis definiert werden, das das Potenzial hat, das Auslöschen der Menschheit auf der Erde zu verursachen. Ein katastrophales Risiko ist ein hypothetisches zukünftiges Ereignis, das das Potenzial hat, den Tod einer großen Anzahl von Menschen oder die Zerstörung eines großen Teils der Erde zu verursachen. Ein Risiko ist global, wenn das Risiko potenziell zu einem globalen Schaden führen kann. Zu ähnlichen Definitionen: Bostrom, Nick. 2014. Superintelligence: Paths, Dangers, Strategies. S. 115. Oxford: Oxford University Press.
5 Sun, Lena. 2018. Bill Gates calls on U. S. to lead fight against a pandemic that could kill 33 million. Washington Post, aufgerufen am 15.05.2018, www.washingtonpost.com/news/to-your-health/­wp/2018/04/27/bill-gates-calls-on-u-s-to-lead-fight-against-a-pandemic-that-could-kill-millions
6 Obwohl der Begriff »Risiko« verschiedene ­Bedeutungen hat, verwende ich ihn nach der Bestimmung, wonach ein Risiko ein unerwünschtes Ereignis ist, das eintreten kann oder nicht eintreten kann. Siehe: Hansson, Sven. 2011. Risk. In Stanford Encvclopedia of Philosophy, herausgegeben von Edward Zalta, plato.stanford.edu/entries/risk. Dieser Begriff umfasst auch Situationen der Unsicherheit, in denen keine Wahrscheinlichkeiten nachgewiesen werden können. Für einen anderen, engeren Risikobegriff, der diese Fälle der Unsicherheit von dem Risikobegriff ausnimmt (also: »Unsicherheit versus Risiko«), siehe Sunstein, Cass. 2002. Risk and Reason: Safety, Law and the Environment. S. 129. Cambridge: Cambridge University Press; Sunstein, Cass. 2007. Worst-Case Scenarios. S. 146 f. Cambridge: Harvard University Press.
7 Dies sind Versuche, bei denen die pathogenen Effekte eines Mikroorganismus entweder direkt oder durch Erhöhung seiner Übertragbarkeit oder durch Anpassung an neue Wirtsorganismen erhöht werden. Siehe auch: Deutscher Ethikrat. 2014. Biosicherheit – Freiheit und Verantwortung in der Wissenschaft. S. 293. Berlin: Deutscher Ethikrat, Glossar. www.ethikrat.org/dateien/pdf/stellungnahme-biosicherheit.pdf. Zur weiteren Diskussion siehe: National Academies of Sciences, Engineering and Medicine. 2016. Gain-of-Function Research: Zusammenfassung des zweiten Symposiums vom 10–11 März 2016. Washington, D. C.: The National Academies Press. doi.org/10.17226/23484
8 Die fragliche Dual-Use-Forschung ist Forschung, von der man heute annehmen kann, dass sie Wissen, Produkte oder Technologien hervorbringt, die von anderen direkt dahingehend missbraucht werden könnten, dass die öffentliche Gesundheit und Sicherheit, landwirtschaftliche Nutzpflanzen und andere Pflanzen, Tiere, die Umwelt oder Materialien durch die Anwendung gefährdet würden. Siehe: National Science Advisory Board for Biosecurity (NSABB). 2007. Proposed Framework for the Oversight of Dual Use Life Science Research, aufgerufen am 15.05.2018, fas.org/biosecurity/resource/­documents/NSABB%20draft%20guidelines%20on%20dual%20use%20research.pdf. Der Begriff wurde vom sogenannten Fink-Report geprägt, siehe: National Research Council. 2004. Biotechnology Research in an Age of Terrorism. Washington, D. C.: The National Academies Press. doi.org/10.17226/10827
9 Virologen modifizierten das H5N1-Vogelgrippevirus so, dass es aerogen übertragbar wurde und auf Frettchen, die ein gutes Modell für Menschen sind, übertragen werden konnte, und veröffentlichten ihre Ergebnisse. Siehe: Casadevall, Arturo, und Michael Imperiale. 2014. Risks and Benefits of Gain-of-Function Experiments with Pathogens of Pandemic Potential, such as Influenza Virus: A Call for a Science-Based Discussion. In mBio 5, Nr. 4: e01730-14. mbio.asm.org/content/ 5/4/e01730-14.extract. Einige Schätzungen legen nahe, dass Hunderte Millionen Todesfälle auftreten könnten, wenn dieses modifizierte Virus aus dem Labor entweichen würde; siehe: Evans, Nicholas Greig, Marc Lipsitch und Meira Levinson. 2015. The Ethics of Biosafety Considerations in Gain-of-Function Research Resulting in the Creation of Potential Pandemic Pathogens. In Journal of Medical Ethics 41 (11): S. 905. doi.org/10.1136/medethics-2014-102619
10 Maddalo, Danilo, et al. 2014. In Vivo Engineering of Oncogenic Chromosomal Rearrangements with the CRISPR / Cas9 System. In Nature 516: S. 423 f., www.nature.com/nature/journal/v516/n7531/pdf/nature13902.pdf
11 Siehe in der im Jahr 2017 von der Deutschen Gesellschaft für Virologie abgegebenen Stellungnahme zur Gefährlichkeit dieser Versuche und des Pockenvirus als biologischer Waffe: »Es bedeutet aber auch, dass weiterhin vorgesorgt werden muss für den Notfall eines Wiederauftretens des Pockenerregers infolge einer absichtlichen Freisetzung von konventionellem oder neugeschaffenem Virusmaterial zum Zweck der biologischen Kriegsführung.« Gesellschaft für Virologie. 2017. Herstellung von Pferdepockenvirus mittels Gensynthese, aufgerufen am 15.05.2018, www.g-f-v.org/sites/default/files/­Stellungnahme%20Horsepox%20final.pdf
12 CRISPR (clustered regularly-interspaced short palindromic repeats) sind Segmente von bakterieller DNA, die mit spezifischen Leitproteinen wie Cas9 (CRISPR-assoziiertes Protein 9) ­gepaart verwendet werden können, um gezielte Schnitte im Genom eines Organismus vorzunehmen. Cas9 ist ein Enzym, das mit RNA-Guides programmiert werden kann, um zielspezifisch jede beliebige DNA-Sequenz zu adressieren: Das CRISPR-Molekül ist so programmiert, dass es nach bestimmten Sequenzen wie einem mutierten DNA-Code eines lebenden Organismus sucht (dies kann eine Pflanze, ein Tier oder ein Mensch sein). Sobald die Mutation gefunden ist, öffnet CRISPR die verdrehten DNA-Stränge und schneidet die Ziel-DNA-Sequenz mit ihrer molekularen »Schere« heraus; der Organismus kann sich dann selbstständig reparieren oder Forschende können in einer korrigierten Sequenz etwas einfügen; siehe: Charpentier, Emmanuelle, und Jennifer A. Doudna. 2013. Rewriting a Genome. In Nature 495: S. 50–51, www.nature.com/articles/495050a.pdf
13 Allerdings beschränken sich die Risiken der Biotechnologie nicht allein auf das Entwickeln neuer Krankheitserreger, siehe: Nouri, Ali, und Christopher Chyba. 2011. Biotechnology and biosecurity. In Global Catastrophic Risks, herausgegeben von Nick Bostrom und Milan Cirkovic, S. 450. Oxford: Oxford University Press. National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. 2016.
14 Natürliche Populationen von Arten mit kurzen Generationsabständen könnten innerhalb kurzer Zeiträume durch Gene-Drives verändert oder ausgelöscht werden. Siehe dazu: Nuffield Council on Bioethics. 2016. Genome Editing: An Ethical Review, S. 79. nuffieldbioethics.org/wp-content/uploads/Genome-editing-an-ethical- review.pdf. London: Nuffield Council on Bioeth­ics. Im Jahr 2015 berichtete eine US-amerikanische Forschergruppe von einem effizienten Gene-­Drive-System, das in nur zwei Generationen bei 97 Prozent der Nachkommen eine Mutation ­bewirken kann, siehe: ebd., S. 81.
15 Siehe: Yong, Ed. 2017. One Man’s Plan to Make Sure Gene Editing Doesn’t Go Haywire. The Atlantic, aufgerufen am 15.05.2018, www.theatlantic.com/science/archive/2017/07/a-scientists-plan-to-protect-the-world-by-changing-how-science-­is-done/532962. Vgl. dort das Zitat des MIT-Forschers Kevin Esvelt: »For gene drive, the closed-door model is morally unacceptable. You don’t have the right to go into your lab and build something that is ineluctably designed to affect entire ecosystems. If it escapes into the wild, it would be expected to spread and affect people’s lives in unknown ways. Doing that in secret ­denies people a voice.«
16 DARPA. 2016. Broad Agency Announcement Insect Allies, Biological Technologies ­Office, HR001117S0002. Die Beschreibung des Forschungsprogramms durch die DARPA als Förderstelle ist abrufbar unter www.darpa.mil/program/insect-allies. Zur Bewertung dieses Programms siehe: Reeves, Guy, Silja Voeneky et al. 2018. Simplification of a U. S. defense agency program generates a new bioweapon and its means ­of delivery. In Science (manuscript submitted and under review).
17 Für eine Analyse siehe: Wittes, Benjamin, und Gabriela Blum. 2015. The Future of Violence. S. 17–43. New York: Basic Books.
18 Vom 18. Mai 1977, angenommen durch die Resolution 31 / 72 der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1976.
19 Konvention über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung biologischer Waffen und Toxinwaffen sowie über die Vernichtung solcher Waffen vom 16. Dezember ­ 1971, 1015 U.N.T.S. 163, am 26. März 1975 in Kraft getreten.
20 Vom 5. Juni 1992, 1760 U.N.T.S. 79, am 29. ­Dezember 1993 in Kraft getreten.
21 Vom 29. Januar 2000, 2226 U.N.T.S. 208, am 11. September 2003 in Kraft getreten.
22 Vom 15. Oktober 2010, in Kraft getreten am 5. März 2018, abrufbar unter treaties.un.org/doc/source/docs/UNEP_CBD_BS_COP_MOP_5_17-E.pdf
23 Art. 3 Cartagena-Protokoll: »Im Sinne dieses Protokolls (…) (i) bedeutet ›moderne Biotechnologie‹ die Anwendung a. von In-vitro-Nukleinsäure-Techniken, einschließlich rekombinanter Desoxyribonukleinsäure (DNS) und der Direkteinspritzung von Nukleinsäure in Zellen oder Organellen, oder b. der Verschmelzung von Zellen über die taxonomische Familie hinaus, wodurch natürliche physiologische Grenzen für die Vermehrung oder Rekombination überschritten werden, sofern dies keine Techniken sind, die bei der herkömmlichen Zucht und ­Auswahl eingesetzt werden; (…)«.
24 Art. 1 Cartagena-Protokoll: »Im Einklang mit dem Vorsorgeprinzip in Grundsatz 15 der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung zielt dieses Protokoll darauf ab, zur Sicherstellung eines angemessenen Schutzniveaus bei der sicheren Weitergabe, Handhabung und Verwendung der durch moderne Biotechnologie hervorgebrachten lebenden veränderten Organismen, die nachteilige Auswirkungen auf die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt haben können, beizutragen, wobei auch Risiken für die menschliche Gesundheit zu berücksichtigen sind und ein Schwerpunkt auf der grenzüberschreitenden Verbringung liegt.«
25 Nicht gebunden sind die USA, siehe die Liste der Vertragsparteien, abrufbar unter bch.cbd.int/protocol/parties
26 Beitritt der Europäischen Gemeinschaft im Jahr 2002; vgl. Entscheidung des Rates 2002 / 628 / EC, abrufbar unter eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=CELEX:32002D0628&from=en
27 Was einen Schaden darstellt, ist in Art. 2 Abs. 2 lit. b definiert. Zu den Ausnahmen vgl. Art. 6 des Nagoya / Kuala-Lumpur-Protokolls.
28 Zur den vertraglichen Kausalitätsanforderungen, die keinen universalen Standard normieren, sondern auf das innerstaatliche Recht verweisen, vgl. Art. 4 Nagoya / Kuala-­Lumpur-Protokoll: »A causal link shall be established between the damage and the living modified organism in question in accordance with domestic law.«
29 Art. I BWÜ: »Each State Party to this Convention undertakes never in any circumstances to develop, produce, stockpile or otherwise acquire or retain: (1) Microbial or other biological agents, or toxins whatever their origin or method of production, of types and in quantities that have no justification for prophylactic, protective or other peaceful purposes; (2) Weapons, equipment or means of delivery designed to use such agents or toxins for hostile purposes or in armed conflict.« Hervorhebung hinzugefügt.
30 Die Verhandlungen über ein Implementierungsprotokoll scheiterten am Widerstand weniger Staaten, siehe: Svarc, Dominaka. 2012. Biological Weapons and Warfare. In Max Planck Encyclopedia of Public International Law, Bd. 1, herausgegeben von Rüdiger Wolfrum, S. 948. Oxford: Oxford University Press.
31 »Internationales soft law« wird hier definiert als die Normen, die keiner formellen Rechtsquelle des Völkerrechts zugeordnet werden können und daher nicht unmittelbar rechtsverbindlich sind, aber von völkerrechtlichen Subjekten vereinbart werden (insbesondere Staaten, internationalen Organisationen), die im Prinzip auch internationales Recht vereinbaren könnten; für eine ähnliche Definition siehe: Thürer, Daniel. 2012. Soft Law. In Max Planck Encyclopedia of Pub­lic International Law, Bd. 9, herausgegeben von Rüdiger Wolfrum, S. 271.
32 Zur Gene-Drive-Forschung siehe: National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. 2016. Gene Drives on the Horizon, Advancing Science, Navigating Uncertainty, and Aligning Research with Public Values. S. 29. Washington, D. C.: The National Academies Press. doi.org/ 10.17226/23405
33 Mit Dank an Guy Reeves und Derek Caetano-Anolles, eigene Übersetzung.
34 Verabschiedet von der 18. WMA-Generalversammlung, Helsinki, Finnland, Juni 1964; zuletzt revidiert durch die 64. WMA-Generalversammlung, Fortaleza, Brasilien, Oktober 2013. Abrufbar unter www.wma.net/policies-post/wma-declaration-of-helsinki-ethical-­principles-for-medical-research-involving-human-subjects
35 Siehe: Max-Planck-Gesellschaft. 2010, rev. 2017. Guidelines and Rules of the Max Planck ­Society on a Responsible Approach to Freedom of Research and Research Risks. Diese sind nicht auf bestimmte Forschungsbereiche beschränkt oder für diese spezifiziert. Aufgerufen am 15.05.2018, www.mpg.de/197392/researchFreedomRisks.pdf. Für weitere Hinweise und eine Bewertung von Verhaltenskodizes, die durch private Akteure im Bereich der Biosafety, Biosecurity und Dual-­Use-Forschung erlassen wurden, siehe: Deutscher Ethikrat. 2014. Biosicherheit – Freiheit und Verantwortung in der Wissenschaft, S. 122–146. www.ethikrat.org/dateien/pdf/stellungnahme-­biosicherheit.pdf. Berlin: Deutscher Ethikrat.
36 Abrufbar unter futureoflife.org/ai-principles
37 Dies war der Fall bei einem Moratorium für bestimmte risikoreiche Influenza-Forschung (DURC / GOFsoc) von 2012–2013: Von Januar 2012 bis Januar 2013 stellten Forschende die Experimente ein, die Vogelgrippe gefährlicher machen konnten. Sie beschlossen ein freiwilliges Moratorium, siehe: Fouchier, Ron A. M., et al. 2012. Pause on Avian Flu Transmission Research. In Science 335: S. 400–1. www.sciencemag.org/site/feature/data/hottopics/biosecurity/Fouchier.Express.pdf
38 Callaway, Ewen. 2016. ‘Gene Drive’ Moratorium Shot Down at UN Biodiversity Meeting. In Nature, aufgerufen am 15. 05.2018, www.nature.com/news/­gene-drive-moratorium-shot-down-at- un-biodiversity-meeting-1.21216
39 Für eine Diskussion des Begriffs der »Legitimität« vertiefend: Vöneky, Silja. 2010. Recht, Moral und Ethik: S. 130–162. Tübingen: Mohr Siebeck. Zur Diskussion der Legitimität besonders des Völkerrechts siehe: Buchanan, Allen. 2010. The Legitimacy of International Law. In The Philosophy of International Law, herausgegeben von Samantha Besson und John Tasioulas. S. 79–96. Oxford: Oxford University Press; Tasioulas, John. 2010. Legitimacy of International Law. In: ebd., S. 97–116.
40 Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines bestimmten Schadens gering, jedoch nicht gleich null ist und die Realisierung des Risikos (möglicherweise) schwerwiegende, sogar existenzielle oder katastrophale Folgen haben kann.
41 Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines bestimmten Schadens unbekannt, jedoch nicht gleich null ist und die Realisierung des Risikos (möglicherweise) schwerwiegende, sogar existenzielle oder ­katastrophale Folgen haben kann.
42 Zur Antwort auf die Frage »Warum ist es gut, rational zu sein?« siehe: Putnam, Hillary. ­ 2008. Reason, Truth, and History, S. 181–188. ­Cambridge: Cambridge University Press.
43 Diese sind die internationalen Menschenrechtsnormen. Zum Zusammenhang zwischen Menschenrechten, internationalen Menschenrechtsnormen und dem Konzept der internationalen Legitimität siehe: Buchanan, Allen. 2010. The Legitimacy of International Law. In The Philosophy of International Law, herausgegeben von Samantha Besson und John Tasioulas, S. 94–96. Oxford: Oxford University Press.
44 Art. 18, 19 ICCPR; Art. 9, 10 ECHR. Anders jedoch Art. 13 Charta der Grundrechte der Europäischen Union (Freiheit der Künste und Wissenschaften). Dort wird ausdrücklich festgelegt: »Kunst und Forschung sind frei. Die akademische Freiheit wird geachtet.« Ähnliche Normen sind in den nationalen Verfassungen enthalten, siehe zum Beispiel Art. 5 Abs. 3 des deutschen Grundgesetzes (GG), in dem es heißt: »Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.«
45 Die legitimen Ziele, für die das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Wissenschaftsfreiheit gemäß dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte und der Europäischen Menschenrechtskonvention begrenzt werden können, sind noch weitgehender. Siehe Art. 19 Abs. 3 ICCPR; Art. 10 Abs. 2 ECHR.
46 Es ist eine Pflicht zum Schutz und nicht nur eine Verpflichtung zur Achtung; siehe U. N. Comm’n Hum. Rts., Res. 2005 / 69, 29.04.2005, U. N. Dok. E / CN.4 / 2005 / L.10 / Add.17; Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, Allgemeiner Kommentar Nr. 13, Abs. 46 (1999), neu aufgelegt in U. N. Dok. HRI / GEN / 1 / Rev.9, 72 (2008).
47 171 Vertragsstaaten hatten den ICCPR bis Mai 2018 ratifiziert.
48 Zum Recht auf Leben, vgl. Art. 6 Abs. 1 ICCPR; der zweite Satz sieht für das Recht auf Leben ausdrücklich vor, dass dieses »gesetzlich zu schützen« ist. Darüber hinaus ist das menschliche Leben die Voraussetzung für die Ausübung aller anderen Menschenrechte, das Recht auf Leben ist Teil des Völkergewohnheitsrechts und in allen wichtigen Menschenrechtskonventionen verankert. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die positive Verpflichtung zum Schutz des menschlichen Lebens zudem in vielen seiner Entscheidungen betont.
49 Vgl. auf der Grundlage der Grundrechte des Grundgesetzes zu der Frage, ob die Bundesrepublik verpflichtet ist, gegen die Versuchsreihen im CERN einzuschreiten, der Beschluss des ­Bundesverfassungsgerichts vom 18.02.2010 – 2 BvR 2502 / 08 – Rn. 1–30, abrufbar unter www.bverfg.de
50 Ich danke Cass R. Sunstein, der mit mir diese Szenarien erörtert hat.
51 Da ein auf Menschenrechten basierender Ansatz Verfahrensrechte für Individuen fordert, damit diese an Entscheidungen teilhaben können, die sie betreffen, sind dies Vorschläge, wie die mit den Menschenrechten geschützten Werte in Bezug auf die Fragen der Biosicherheit zu präzisieren sind und wie existenzielle und globale katastrophale Risiken normativ einzuhegen sind.
52 Abgeleitet aus der Spieltheorie, steht Maximin für das Maximieren des Minimums.
53 Zum Beispiel als Teil der Europäischen Menschenrechtskonvention.
54 Diese Empfehlungen basieren auf den Empfehlungen des Deutschen Ethikrats, siehe: Deutscher Ethikrat. 2014. Biosicherheit – Freiheit und Verantwortung in der Wissenschaft, S. 190 ff. www.ethikrat.org/dateien/pdf/stellungnahme-­biosicherheit.pdf. Berlin: Deutscher Ethikrat.
55 Wenn sich die Wissenschafts- und Biotech-Gemeinschaft zusätzlich auf einen »Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Biotechnologie und Biosicherheit« als Teil der privaten Regelsetzung einigt, dürfte der Kodex nicht den Regeln der »Deklaration (oder: Vertrages) für verantwortungsvolle Biotechnologie und Biosicherheit« widersprechen. Die Deklaration müsste zudem einen Anwendungsvorrang besitzen.
56 Beispielsweise Forschung, die darauf gerichtet ist, die schädlichen Folgen gefährlicher / gelisteter Agenzien zu verbessern; Forschung zur Verbesserung der Anfälligkeit einer Wirtspopulation für gefährliche / gelistete Agenzien; Forschung, die dazu bestimmt ist, die Resistenz gefährlicher / gelisteter Agenzien gegen therapeutische oder prophylaktische antimikrobielle oder antivirale Substanzen zu induzieren oder zu erhöhen; Forschung zur Erhöhung der Übertragbarkeit und des Infektionspotenzials gefährlicher / gelisteter Agenzien; Forschung zur Änderung des Wirtsspektrums gefährlicher / ­gelisteter Agenzien; Forschung zur Erhöhung der Stabilität gefährlicher / gelisteter Agenzien; Forschung, die den Nachweis gefährlicher / gelisteter Agenzien erschweren soll; Forschung zur Verringerung der Wirksamkeit von medizinischen Gegenmaßnahmen wie Impfungen und therapeutischen und prophylaktischen Substanzen in Bezug auf gefährliche / gelistete Agenzien. Siehe: Deutscher Ethikrat. 2014. Biosicherheit – Freiheit und Verantwortung in der Wissenschaft, S. 194 ff. www.ethikrat.org/dateien/­pdf/stellungnahme-biosicherheit.pdf. Berlin: Deutscher Ethikrat.

Abbildung
Der Westen wird abgehängt. Forschung und Entwicklung

1 Daten des UNESCO Institute for Statistics, aufgerufen am 18.08.2018, www.data.uis.unesco.org. Ab 2016 eigene Berechnung.

Neil Thurman
Veröffentlichung von Nachrichten im Zeitalter der Automatisierung

1 Siehe z. B.: Schifferes, Steve, et al. 2014. Identifying and Verifying News through Social Media: Developing a User-centred Tool for Professional Journalists. In Digital Journalism 2 (3): S. 406–418.
2 Siehe z. B.: Fletcher, Richard, Steve Schifferes und Neil Thurman. 2017. Building the ‘Truthmeter’: Training Algorithms to Help Journalists Assess the Credibility of Social Media Sources. In Convergence: The International Journal of Research into New Media Technologies, doi.org/10.1177/1354856517714955
3 Siehe z. B.: Thurman, Neil, Konstantin Dörr und Jessica Kunert. 2017. When Reporters Get Hands-on with Robo-writing: Professionals Consider Automated Journalism’s Capabilities and Consequences. In Digital Journalism 5 (10): S. 1240–1259.
4 Siehe z. B: Thurman, Neil. 2011. Making ‘The Daily Me’: Technology, Economics and Habit in the Mainstream Assimilation of Personalized News. In Journalism: Theory, Practice & Criticism 12 (4): S. 395–415.
5 Thurman, Neil, et al. 2016. Giving Computers a Nose for News: Exploring the Limits of Story Detection and Verification. In Digital Journalism 4 (7): S. 838–848.
6 Dataminr, www.dataminr.com
7 Thurman, Neil. 2017. Social Media, Surveillance, and News Work: On the Apps Promising Journalists a ‘Crystal Ball’. In Digital Journalism 6 (1): S. 76–97.
8 Siehe z. B.: Graefe, Andreas, et al. 2016. Read­ers’ Perception of Computer-generated News: Credibility, Expertise, and Readability. In Journalism: Theory, Practice & Criticism, doi.org/10.1177/1464884916641269
9 Gregory, Julia. 2017. Press Association Wins Google Grant to Run News Service Written by Computers. The Guardian, 06.07.2016, www.­theguardian.com/technology/2017/jul/06/ press-association-wins-google-grant-to-run-news-service-written-by-computers
10 Kerschbaumer, Ken. 2018. Cricket Australia Taps WSC Sport for Automated Content Creation. SVG News, 09.01.2018, www.sportsvideo.org/2018/ 01/09/cricket-australia-taps-wsc-sport-for-­automated-content-creation

Naika Foroutan
Nationale Identität in der pluralen Demokratie

1 Vgl. Gehlen, Martin. 2016. Das Ende jeden Friedens, Zeit Online, www.zeit.de/politik/­ausland/2016-05/sykes-picot-abkommen-­syrien-irak-islamischer-staat
2 Anderson, Benedict. 1998. Die Erfindung der Nation. Zur Karriere eines folgenreichen Konzepts. Berlin.
3 Tönnies, Ferdinand. 1991. Gemeinschaft und Gesellschaft. Grundbegriffe der reinen Soziologie, 3. unveränderte Auflage. Darmstadt.
4 Bruckstein Çoruh, Shulamit. 2010. Die jüdisch-christliche Tradition ist eine Erfindung. Tagesspiegel, www.tagesspiegel.de/kultur/­islam-debatte-die-juedisch-christliche- tradition-ist-eine-erfindung/1954276.html
5 Smith, Anthony D. 1998. The ethnic origins of nations. Oxford.
6 Weber, Max. 1922. Wirtschaft und Gesellschaft – Grundriss der verstehenden Soziologie. Tübingen.
7 Statistisches Bundesamt. 2017. Bevölkerung mit Migrationshintergrund um 8,5 Prozent gestiegen, Pressemitteilung Nr. 261 vom 01.08.2017, www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/­Pressemitteilungen/2017/08/PD17_261_12511.html
8 Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel, Bundesaußenminister Gabriel, dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Wollseifer, und dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Hoffmann, beim 8. Meseberger Zukunftsgespräch, www.budesregierung.de/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2017/06/2017-06-14-pk- meseberg.html
9 Karamba Diaby als erster Schwarzer im Bundestag, Die Welt, 25.11.2013.
10 Weichselbaumer, Doris. 2016. Discrimination against Female Migrants Wearing Headscarves. In Discussion Paper Series No. 10217.
11 SVR-Forschungsbereich. 2014. Diskriminierung am Ausbildungsmarkt. Ausmaß, Ursachen und Handlungsperspektiven. Berlin.
12 Foroutan, Naika, et al. 2014. Deutschland postmigrantisch I. Gesellschaft, Religion, Identität. Erste Ergebnisse. Berlin, S. 26. www.projekte.hu-berlin.de/de/junited/deutschland-postmigrantisch-1.
13 Ebd., S. 35.
14 Foroutan, Naika, Jan Schneider und Petra Stanat. 2017. Vielfalt im Klassenzimmer. Wie ­Lehrkräfte gute Leistung fördern können. Berlin.
15 Foroutan et al. 2014.
16 Ebd., S. 35.
17 Luther, Martin. 1543. Von den Juden und ihren Lügen.
18 Kant, Immanuel. 1798. Anthropologie in ­pragmatischer Hinsicht.
19 Kant, Immanuel. 1802. Physische Geographie.
20 Bundeszentrale für politische Bildung. 2011. Die Herkunft spielt keine Rolle – »Postmigrantisches« Theater im Ballhaus Naunynstraße. In Dossier: Kulturelle Bildung, www.bpb.de/­gesellschaft/bildung/kulturelle-bildung/60135/interview-mit-shermin-langhoff
21 Hobsbawm, Eric. 2012. Introduction: Inventing Traditions. In The Invention of Tradition, 20. Auflage, herausgegeben von Eric Hobsbawm und Terrence Ranger, S. 1–14. Cambridge.
22 Brubaker, William Rogers. 1990. Immigration, Citizenship, and the Nation‐State in France and Germany: A Comparative Historical Analysis. ­ In International Sociology 5 (4): S. 379–407.
23 Vgl. Gergen, Kenneth J., und Mary M. Gergen. 1988. Narrative and the Self as Relationship. In Advances in Experimental Social Psychology 21: S. 17–56. San Diego: Academic Press.
24 Vgl. Assmann, Jan. 1992. Das kulturelle ­Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in den frühen Hochkulturen. München. Halbwachs, Maurice. 1991. Das kollektive Gedächtnis. Frankfurt am Main.

Dirk Messner
Die drei Wegscheiden für Deutschland und Europa

1 WBGU – Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen. 2016. Der Umzug der Menschheit – die transformative Kraft der Städte. Berlin: WBGU; World Bank. 2016a. Climate Change Action Plan. Washington: World Bank.
2 WBGU. 2011. Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation. Berlin: WBGU.
3 Kant, Immanuel. 1781. Critik der reinen ­Vernunft. Riga: Hartknoch.
4 Osterhammel, Jürgen. 2009. Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. München: Beck.
5 Messner, Dirk. 2016. A social contract for low carbon and sustainable development: reflections on non-linear dynamics of social realignments and technological innovations. In Technological Forecasting and Social Change 98: S. 2060–270.
6 Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU).
7 WBGU. 2014a. Zivilisatorischer Fortschritt innerhalb planetarischer Leitplanken. Berlin: WBGU.
8 Appiah, Kwame Anthony. 2010. How moral revolutions happen. New York: Norton; Mayntz, Renate. 2002. Kausale Rekonstruktion. Mannheimer Vorträge Nr. 17. Mannheim: MZEW; Leach, Melissa, et al. 2005. Science and Citizens. London: ZED Press; Chan, Sander, et al. 2018. Linkages: understanding their role in polycentric governance. In Governing climate change, herausgegeben von Andrew Jordan et al., S. 169–187. Cambridge: University Press; Messner 2016.
9 Von Asselt, Harro, und Fariborz Zelli. 2018. International Governance. In Governing climate change, herausgegeben von Andrew Jordan et al., S. 29–46. Cambridge: University Press.
10 Steffen, Will, et al. 2011. The Anthropocene: conceptual and historical perspectives. In Phil­osophical Transactions of a Royal Society A. 369(1938): S. 842–867.
11 Allmendinger, Jutta. 2014. Mythen – Fakten – Ansatzpunkte. Dimensionen sozialer Ungleichheit in Europa. Stuttgart: Stiftung Bundespräsident Theodor Heuss; World Bank. 2016b. Taking on Inequality. Washington, D. C.: World Bank.
12 Appiah 2010.
13 Cremin, Teresa, et al. 2013. Reciprocity be­tween narrative, questioning, and imagination; examining the role of narrative in possibility think­ing. In Thinking Skills and Creativity 9, August 2013: S. 135–151.
14 Osterhammel 2009; Roeck, Bernd. 2017. Der Morgen der Welt: Geschichte der Renaissance. Berlin: Beck.
15 WBGU. 2014b. Climate protection as a world ­citizen movement. Berlin: WBGU.
16 Messner, Dirk, und Silke Weinlich. 2016. ­Global cooperation and the human factor. ­London: Routledge.
17 WBGU 2016.
18 Kant 1781.
19 Ash, Timothy Garton. 2017. Does European ­populism exist? Social Europe, 27.10.17, www.­socialeurope.eu/european-populism-exist; Messner, Dirk. 2017. Passt das Ökologische zum Sozialen? Überlegungen in turbulenten Zeiten. In Frankfurter Hefte 3, 2017: S. 4–11.
20 WBGU 2016.
21 Blom, Philipp. 2008. Der taumelnde Kontinent. Europa 1900–1914. Berlin: dtv; Kandell, Eric. 2012. Das Zeitalter der Erkenntnis. Berlin: Pantheon.
22 WBGU. 2018. Digitalisierung: Worüber wir jetzt reden müssen. Berlin: WBGU.
23 Foundation, E. E. M. 2017. Cities in the Circular Economy: An Initial Exploration. S. 16. Cowes: The Ellen MacArthur Foundation; acatech. 2014. Resilience-by-Design: Strategien für die technologischen Zukunftsthemen. Berlin: acatech.
24 Villani, Cédric. 2018. For a meaningful artificial intelligence. Paris: Nationales Parlament.
25 Tegmark, Max. 2017. Life 3.0. London: Random House; Domingos, Pedro. 2015. The Master Algorithm: How the Quest for the Ultimate Learning Machine Will Remake Our World. New York: Basic Books; Villani 2018.
26 Villani 2018.
27 Bostrom, Nick. 2014. Superintelligence. ­Oxford: University Press.
28 Roeck 2017.
29 WBGU 2018; WBGU. 2019 (im Erscheinen). Nachhaltigkeit im digitalen Zeitalter. Berlin: WBGU.

Abbildung
Geht doch! Globaler Fortschritt

1 Daten vom UNESCO Institute for Statistics, aufgerufen am 18.08.2018, www.data.uis.unesco.org. Ab 2016 eigene Berechnungen.
2 Daten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie auf Grundlage der Internationalen Energie Agentur (IEA), aufgerufen am 18.08.2018, www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/energiedaten-gesamtausgabe.html. Ab 2015 eigene Berechnungen.
3 Daten der Weltbank auf Grundlage der UN Inter-agency Group for Child Mortality Estimation (UN IGME), aufgerufen am 18.08.2018, www.data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.IMRT.IN. Ab 2016 eigene Berechnungen.
4 Daten von Our World in Data, aufgerufen am 18.08.2018, www.ourworldindata.org/democracy. Ab 2015 eigene Berechnungen.
5 Daten vom UNESCO Institute for Statistics, aufgerufen am 18.08.2018, www.data.uis.unesco.org. Ab 2016 eigene Berechnungen.
6 Daten von UNAIDS, aufgerufen am 18.08.2018, www.aidsinfo.unaids.org. Ab 2017 eigene Berechnungen.
7 Daten der Weltbank auf Grundlage der International Telecommunication Union, World Telecommunication / ICT Development Report, aufgerufen am 18.08.2018, www.data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS?end=2016&start=1990. Ab 2016 eigene Berechnungen.
8 Daten des Bulletin of the American Atomic Scientists, aufgerufen am 18.08.2018, www.­thebulletin.org/nuclear-notebook. Ab 2016 ­eigene Berechnungen.
9 Weltbank. 2016. Poverty and Shared Prosperity 2016: Taking on Inequality. Washington, D. C.: World Bank. Ab 2013 eigene Berechnungen.
10 UNEP-WCMC IUCN. 2016. Protected Planet Report 2016. Cambridge, Großbritanien und Gland, Schweiz: UNEP-WCMC und IUCN. Ab 2016 eigene Berechnungen.
11 Daten von Our World in Data auf Grundlage der Food and Agriculture Organization, aufgerufen am 18.08.2018, www.ourworldindata.org/hunger-and-undernourishment. Ab 2015 eigene Berechnungen.
12 Daten der Food and Agriculture Organization, aufgerufen am 18.08.2018, www.fao.org/faostat/en/#data/QC. Ab 2016 eigene Berechnungen.
13 Daten von Our World in Data auf Grundlage der World Health Organization, aufgerufen am 18.08.2018, www.ourworldindata.org/smallpox
14 Daten der Weltbank auf Grundlage der World Intellectual Property Organization, aufgerufen am 18.08.2018, databank.worldbank.org/data/reports.aspx?source=2&series=IP.PAT.RESD&country=. Ab 2016 eigene Berechnungen.

Ina Schieferdecker und Dirk Messner
Die digitalisierte Nachhaltigkeitsgesellschaft

1 WBGU. 2011. Welt im Wandel. Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation. Berlin: WBGU; Rockström, J., W. Steffen, K. Noone, Å. Persson, F. S. Chapin, III, E. Lambin, T. M. Lenton, M. Scheffer, C. Folke, H. Schellnhuber, B. Nykvist, C. A. De Wit, T. Hughes, S. van der Leeuw, H. Rodhe, S. Sörlin, P. K. Snyder, R. Costanza, U. Svedin, M. Falkenmark, L. Karlberg, R. W. Corell, V. J. Fabry, J. Hansen, B. Walker, D. Liverman, K. Richardson, P. Crutzen und J. Foley. 2009. Planetary boundaries: exploring the safe operating space for humanity. In Ecology and Society 14 (2): S. 32; Crutzen, P. J., und E. F. Stoermer. 2000. The »Anthropocene«. In Global Change Newsletter 41: S. 17–18. International Geosphere–Biosphere Programme (IGBP).
2 Messner, D. 2015. A social contract for low carbon and sustainable development: reflections on non-linear dynamics of social realignments and technological innovations in transformation processes. In Technological Forecasting and Social Change 98: S. 260–270; WBGU – Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (2016). Welt im Wandel – Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte. Berlin: WBGU.
3 Wir danken Marcel Dorsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter des WBGU, für Anregungen und für gemeinsame Arbeit zu in diesem Text skizzierten Überlegungen.
4 Dyson, R. 1964. On the Origins of the Neolithic Revolution. In Science 144 (3619): S. 672–675.
5 Schäfers, B. 2016. Die Veränderung der Lebensgrundlagen durch die Industrielle Revolution. In Sozialgeschichte der Soziologie. S. 15–26. Springer.
6 Marx, K. 1947. Das Kapital (Band 1). Berlin: Dietz Verlag; Smith, A. 1838. An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations. London: Black and Tait; Osterhammel, J. 2009. Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. München: Beck; Braudel, F. 1985. Sozialgeschichte des 15.–18. Jahrhunderts. München: Kindler.
7 Steffen et al. 2011
8 Polanyi, K., R. M. MacIver. 1944. The great transformation. Boston: Beacon Press; Habermas, J. 1992. Faktizität und Geltung. Berlin: Suhrkamp; Messner, Dirk. 1997. The network society. London: Routledge.
WBGU. 2018. Digitalisierung: Worüber wir reden müssen, Stellungnahme, Berlin: www.wbgu.de; Vodafone Institute for Society and Communications. 2018. The Impact Of Artificial Intelligence On Politics, The Economy And Society.
10 Griggs, D., M. Stafford-Smith, O. Gaffney, J. Rockström, M. C. Öhman, P. Shyamsundar, W. Steffen, G. Glaser, N. Kanie und I. Noble. 2013. Pol­icy: Sustainable development goals for people and planet. In Nature 495 (7441): S. 305.
11 OECD – Organisation for Economic Co-operation and Development. 2014. Data-driven Innovation for Growth and Well-being. Interim Synthesis Report. S. 86. Paris: OECD.
12 Gasser, U., und V. A. F. Almeida. 2017. A Lay­ered Model for AI Governance. In IEEE Internet Computing 21 (6): S. 58–62.
13 TWI2050. 2018. The six transformations ­towards sustainability. Wien: IIASA.
14 Weizenbaum, J. 2008. Social and political impact of the long-term history of computing. In IEEE Annals of the History of Computing 30 (3): S. 40–42.
15 Friedman, B. 1997. Human values and the ­design of computer technology. Cambridge: ­Cambridge University Press.
16 Manovich, L. 2016. The science of culture? Social computing, digital humanities and cultural analytics. In The datafield society. social research in the age of Big Data. manovich.net/index.php/projects/cultural-analytics-social-computing. Amsterdam: University Press.
17 Baum, K., H. Hermanns und T. Speith. 2018. From Machine Ethics To Machine Explainability and Back. S. 8. Saarbrücken: Universität des Saarlands; Gotterbarn, D., A. Bruckman, C. Flick, K. Miller und M. J. Wolf. 2018. ACM code of ethics: a guide for positive action.
18 Habermas, J. 1981. Theorie des kommunikativen Handelns. Frankfurt: Suhrkamp; Jacob, D., T. Thiel (Hrsg.). 2017. Politische Theorie und Digitalisierung. Baden-Baden: Nomos.
19 Tegmark, M. 2017. Being human in the age of artificial intelligence. New York: Random House.
20 Stats, I. W. 2018. World Internet Users and ­Population Statistics.
21 statista. 2016. Number of smartphone users worldwide from 2014 to 2020 (in billions).
22 Cerwall, P. 2016. Ericsson mobility report, ­mobile world congress edition, February 2016.
23 statista. 2018. Digital Economy Compass 2018.
24 Dolata, U., und J. F. Schrape. 2018. Collectivity and Power on the Internet: A Sociological Perspective. Springer International Publishing.
25 Fontaine, S. 2017. Quo vadis Digitalisierung? Von Industrie 4.0 zur Circular-Economy. In EIKV-Schriftenreihe zum Wissens-und Wertemanagement. Luxemburg: European Institute for Knowledge & Value Management (EIKV).
26 WBGU – Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen 2016.
27 EU-Kommission. 2006. EU-eGovernment-Aktionsplan 2016–2020. Beschleunigung der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. COM (2016) 179 final. Brüssel: EU-Kommission.
28 Kramer, H. J. 2002. Observation of the Earth and its Environment: Survey of Missions and Sensors. Springer Science & Business Media; Belward, A. S., und J. O. Skøien. 2015. Who launched what, when and why; trends in global land-cover observation capacity from civilian earth observation satellites. In ISPRS Journal of Photogrammetry and Remote Sensing 103: S. 115–128.
29 Geisberger, E., und M. Broy 2012. Integrierte Forschungsagenda Cyber-Physical Systems, ­Acatech Studie. S. 297. München: Acatech.
30 Ellison, N. B. 2007. Social network sites: Definition, history, and scholarship. In Journal of computer‐mediated Communication 13 (1): S. 210–230; Leiner, B. M., V. G. Cerf, D. D. Clark, R. E. Kahn, L. Kleinrock, D. C. Lynch, J. Postel, L. G. Roberts und S. Wolff. 2009. A brief history of the Internet. In ACM SIGCOMM Computer Communication Review 39 (5): S. 22–31.
31 Chen, G., und D. Kotz. 2000. A survey of context-aware mobile computing research, Technical Report TR2000-381. Dept. of Computer Science, Dartmouth College; Al-Fuqaha, A., M. Guizani, M. Mohammadi, M. Aledhari und M. Ayyash. 2015. Internet of things: A survey on enabling technologies, protocols, and applications. In IEEE Communications Surveys & Tutorials 17 (4): S. 2347–2376.
32 Byres, E., und J. Lowe. 2004. The myths and facts behind cyber security risks for industrial control systems. Proceedings of the VDE Kongress; Roman, R., P. Najera und J. Lopez. 2011. Securing the internet of things. In Computer 44 (9): S. 51–58.
33 Maren, A. J., C. T. Harston und R. M. Pap. 2014. Handbook of neural computing applications. Academic Press.
34 Eberl, U. 2016. Smarte Maschinen. Wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert. München: Hanser.
35 Kehl, C., und C. Coenen. 2016. Technologien und Visionen der Mensch-Maschine-Entgrenzung. Sachstandsbericht zum TA-Projekt »Mensch-Maschine-Entgrenzungen: zwischen künstlicher Intelligenz und Human Enhancement«. S. 170. Berlin: Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB).
36 Kirn, S., und C. D. Müller-Hengstenberg. 2014. Intelligente (Software-) Agenten: Von der Automatisierung zur Autonomie? Verselbstständigung technischer Systeme. In MultiMedia und Recht 17: S. 225–232.
37 Kopacek, P. 2013. Robotik. In e & i Elektrotechnik und Informationstechnik 130 (2): S. 41–41.
38 Peterson, S., und M. Sahinol. 2009. Jahrestagung der Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) 2009 »Geschichte(n) der Robotik«. In TG Technikgeschichte 77 (1): S. 49–56.
39 Lévy, P., und R. Bononno. 1998. Becoming Virtual: Reality in the Digital Age. New York: Plenum Press; Dörner, R., W. Broll, P. Grimm und B. Jung. 2016. Virtual Reality und Augmented Reality (VR / AR). In Informatik-Spektrum 39 (1): S. 30–37.
40 Fan, S., Y. Zhang, J. Fan, Z. He und Y. Chen. 2010. The Application of Virtual Reality in Environmental Education: Model Design and Course Construction. S. 1–4. Piscataway Township, NJ: Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE); Ahn, S. J., J. Bostick, E. Ogle, K. L. Nowak, K. T. McGillicuddy und J. N. Bailenson. 2016. Experiencing nature: Embodying animals in immersive virtual environments increases inclusion of nature in self and involvement with nature. In Journal of Computer-Mediated Communication 21 (6): S. 399–419.
41 Beath, C., I. Becerra-Fernandez, J. Ross und J. Short. 2012. Finding value in the information explosion. In MIT Sloan Management Review 53 (4): S. 18.
42 Jacobson, M. Z., M. A. Delucchi, Z. A. F. Bauer, S. C. Goodman, W. E. Chapman, M. A. Cameron, C. Bozonnat, L. Chobadi, H. A. Clonts und P. Enevoldsen. 2017. 100% clean and renewable wind, water, and sunlight all-sector energy roadmaps for 139 countries of the world. In Joule 1 (1): S. 108–121.
43 Eberl 2016.
44 The Ellen MacArthur Foundation. 2016. Intelligent Assets: Unlocking the circular economy potential. S. 39; The Ellen MacArthur Foundation. 2017. Cities in the Circular Economy: An Initial Exploration. S. 16; The Ellen MacArthur Foundation. 2017. Cities in the Circular Economy: The Role of Digital Technology. S. 10. Cowes: The Ellen MacArthur Foundation.
45 Hehl, W. 2016. Strömende Software und ­Bewusstsein. In Wechselwirkung, S. 129–153. Springer.
46 UNEP – United Nations Environment Programme. 2017. International Environmental Governance of the Global Commons. Nairobi: UNEP.
47 Messner, D., und S. Weinlich. 2016. Global Cooperation and the Human Factor in International Relations. London: Routledge.
48 Arbanowski, S., P. Ballon, K. David, O. Droegehorn, H. Eertink, W. Kellerer, H. Van Kranenburg, K. Raatikainen und R. Popescu-Zeletin. 2004. I-centric communications: personalization, ambient awareness, and adaptability for future mobile services. In IEEE Communications Magazine 42 (9): S. 63–69.
49 Helbing, D., B. S. Frey, G. Gigerenzer, E. Hafen, M. Hagner, Y. Hofstetter, J. van den Hoven, R. V. Zicari und A. Zwitter. 2017. Digitale Demokratie statt Datendiktatur. In Unsere digitale Zukunft, S. 3–21. Springer.
50 Lathrop, D., und L. Ruma. 2010. Open government: Collaboration, transparency, and participation in practice. O’Reilly Media, Inc.; Janssen, M., Y. Charalabidis und A. Zuiderwijk. 2012. Ben­efits, adoption barriers and myths of open data and open government. In Information systems management 29 (4): S. 258–268; Andriessen, J., M. Baker, G. Cordasco, R. De Donato, D. Malandrino, G. Palmieri, M. Pardijs, A. Petta, D. Pirozzi und V. Scarano. 2017. Increasing Public Value through Co-Creation of Open Knowledge. Fourth International Conference on eDemocracy & ­eGovernment (ICEDEG). IEEE.
51 Stone, P., R. Brooks, E. Brynjolfsson, R. Calo, O. Etzioni, G. Hager, J. Hirschberg, S. Kalyanakrishnan, E. Kamar und S. Kraus. 2016. Artificial Intelligence and Life in 2030. S. 52. Stanford, CA: Stanford University.
52 Bostrom, N., und A. Sandberg. 2009. The wisdom of nature: an evolutionary heuristic for human enhancement. In Human Enhancement, herausgegeben von J. Savulescu und N. Bostrom, S. 375–416. Oxford, New York: Oxford University Press.

Carlo Ratti
Städte und die vierte industrielle Revolution

1 Dieser Aufsatz greift Argumente folgender Veröffentlichungen auf, in denen Sie eine detailliertere Analyse finden: Ratti, Carlo, und Daniele Belleri. 2017. A Robot for Living in. In Hello, Robot: Design between Human and Machine. S. 226–38. Weil am Rhein: Vitra Design Museum, MAK; Ratti, Carlo, und Matthew Claudel. 2016. The City of Tomorrow: Sensors, Networks, Hackers and the Future of Urban Life. New Haven: Yale University Press; Ratti, Carlo, und Matthew Claudel. 2015. Open Source Architecture. London: Thames & Hudson.
2 McLuhan, Marshall, und Gerald E. Stearn. 1967. Hot and Cool – A Primer for the Understanding of and a Critical Symposium with Responses by McLuhan. New York: Dial. Eigene Übersetzung.
3 Castell, Manuel. 1996. The Rise of the Network Society. In The Information Age: Economy, Society and Culture. S. 412. Cambridge, MA: Blackwell. Eigene Übersetzung.
4 Negroponte, Nicolas. 1995. Being Digital. New York: Alfred A. Knopf. Eigene Übersetzung.
5 Cairncross, Frances. 1997. The Death of Distance: How the Communications Revolution Will Change Our Lives. Cambridge, MA: Harvard Business Press.
6 Rogers, Lord Richard. 1995. Sustainable City, Lecture 1: The Culture of Cities. In Reith Lectures, BBC Radio 4.
7 Langfang. 2015. The great sprawl of China. The Economist, aufgerufen am 13.06.2018, www.economist.com/china/2015/01/22/the-great-sprawl-of-china
8 Mitchell, William J. 1999. E-topia: Urban Life, Jim—But Not as We Know It. Cambridge, MA: MIT Press; Calabrese, F., et al. 2011. Interplay between Telecommunications and Face-to-Face Interactions: A Study Using Mobile Phone Data. In PLoS ONE 6, Nr.7.
9 Ebd.
10 Le Corbusier. 2007. Vers une Architecture (Kommende Baukunst). Eigene Übersetzung nach der englischen Übersetzung von John Goodman. Los Angeles: Getty Research Institute.
11 Ratti, Carlo, und Anthony Townsend. 2011. Harnessing Residents’ Electronic Devices Will Yield Truly Smart Cities. In Scientific American 305 (3): S. 42–48.
12 National Research Council. 2001. Embedded, Everywhere: A Research Agenda for Net­worked Systems of Embedded Computers. ­Washington, D. C.: National Academy Press. Eigene Übersetzung.
13 Kelty, Christopher. 2008. Two Bits: The Cultural Significance of Free Software. Durham, NC: Duke University Press Books.
14 Moravec, Hans Peter. 2016. Robot. Encyclopaedia Britannica, aufgerufen am 28.09.2016, www.britannica.com/technology/robot-technology
15 Copenhagen Wheel. Superpedestrian.com, aufgerufen am 20.05.2018, www.superpedestrian.com
16 Čapek, Karel. 1922. W. U. R. Werstands universal Robots. Deutsch von Otto Pick. Prag / Leipzig: Orbis. Das tschechische Original erschien 1920 unter dem Titel R. U. R.
17 CERIMES. 2012. David Roentgen’s Automation of Queen Marie Antoinette, The Dulcimer Player (La Joueuse de Tympanon). Metropolitan Museum of Art, aufgerufen am 28.06.2016, www.­metmuseum.org/metmedia/video/collections/esda/automaton-of-queen-marie-antoinette
18 Schwab, Klaus. 2016. Die Vierte Industrielle Revolution. Handelsblatt.com, aufgerufen am 25.07.18, www.handelsblatt.com/politik/­international/davos-2016/davos-2016-die-vierte-­industrielle-revolution/12836622-all.html
19 Ebd.
20 Mitchell 1999.
21 Ebd.
22 O. V. 2012. The Third Industrial Revolution. The Economist, aufgerufen am 20.05.2018, www.economist.com/node/21553017
23 David Benjamin in einem Interview von: Liss, Jessica, und Anne Rieselbach. 2014. The Living. Emergency Voices. Architectural League of New York, aufgerufen am 22.06.2015, archleague.org/article/the-living. Eigene Übersetzung.
24 Gershenfeld, Neil. 2006. Unleash Your Crea­tivity in a Fab Lab. TED Conference. Portola Plaza Hotel, Monterey, CA. Eigene Übersetzung.
25 Ebd.

Johannes Ebert und Ronald Grätz
Die Chancen der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

1 Zweiter Jahresbericht der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes (KULTURABTEILUNG 1967).
2 Ebd.
3 Krastev, Ivan. 2017. Europadämmerung. S. 132. Berlin: Suhrkamp.
4 European Commission. 2018. A New European Agenda for Culture. ec.europa.eu/culture/sites/culture/files/commission_communication_-_a_new_european_agenda_for_culture_2018.pdf
5 Harari, Yuval Noah. 2017. Homo Deus. S. 536. München: C. H. Beck.
6 Lanier, Jaron. 2012. Gadget. S. 91. Berlin: Suhrkamp.
7 Kai Strittmatter. 2017. Chinas digitaler Plan für den besseren Menschen. Sueddeutsche.de, 22.05.2017, www.sueddeutsche.de/politik/neuer-ueberwachungsstaat-chinas-digitaler-­plan-fuer-den-besseren-menschen-1.3517017
8 Demokratie unter Druck: Polarisierung und Repression nehmen weltweit zu. Bertelsmann ­Stiftung, www.bertelsmann-stiftung.de/de/­themen/aktuelle-meldungen/2018/maerz/­demokratie-unter-druck-polarisierung- und-repression-nehmen-weltweit-zu
9 »Verrechtlichung der Repression« nennt dies zutreffend: Grimm, Jannis. 2015. Repressionen gegen Ägyptens Zivilgesellschaft. SWP-Aktuell 2015 / A 60, S. 2.

Von Suzanne S. Schüttemeyer
Die Zukunft der parlamentarischen Demokratie

1 Vgl. Wirthensohn, Andreas. 1999. Dem »ewigen Gespräch« ein Ende setzen: Parlamentarismuskritik am Beispiel von Carl Schmitt und Hans Herbert von Arnim. In Zeitschrift für Parlamentsfragen, 30. Jg., Heft 2: S. 500–534, S. 507.
2 Für Einzelheiten zum sogenannten 80-Prozent-Mythos und zur Messung der Europäisierung der deutschen Gesetzgebung siehe: Töller, Annette Elisabeth. 2008. Zur Messung der Europäisierung der Gesetzgebung des Deutschen Bundestages jenseits des 80-Prozent-Mythos. In Zeitschrift für Parlamentsfragen, 39. Jg., Heft 1: S. 3–17; Hölscheidt, Sven, und Tilman Hoppe. 2010. Der Mythos vom »europäischen Impuls« in der deutschen Gesetzgebungsstatistik. In Zeitschrift für Parlamentsfragen, 41. Jg., Heft 3: S. 543–551.
3 Vgl. Schüttemeyer, Suzanne S. 2007. Modewort oder Alarmsignal? Befunde und Überlegungen zur Entparlamentarisierung. In Res publica semper reformanda (Festschrift für Heinrich Oberreuter zum 65. Geburtstag), herausgegeben von Werner J. Patzelt, Martin Sebaldt und Uwe Kranenpohl, S. 241–253, S. 248 f. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
4 Insbesondere Hans Jürgen Papier hat schon während seiner Amtszeit als Präsident des Bundesverfassungsgerichts diese Auffassung propagiert und zu einer breiten Diskussion Anstoß gegeben, siehe zum Beispiel den Abdruck einer seiner Reden in der »FAZ« vom 31. Januar 2003. Siehe zum Folgenden: Schüttemeyer 2007, S. 242 ff.
5 Ebd.
6 Gar von einer »heiligen Hetzjagd« spricht Sven Siefken in seiner Untersuchung (2007) Expertenkommissionen zwischen Politikberatung und Verhandlungsarena. Eine Bilanz der rot-grünen Bundesregierung 1998 bis 2005. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
7 Für eine lückenlose Dokumentation der Parteimitgliederzahlen, der Rekrutierungsfähigkeit der Parteien und der soziodemografischen Zusammensetzung der Mitgliedschaften siehe die jährlich aktualisierten Beiträge von Oskar Niedermayer in der Zeitschrift für Parlamentsfragen, zuletzt in Heft 2 / 2018 (49. Jg.), S. 346–371.
8 Was passiert, wenn ein solcher Lernort fehlt, lässt sich an der fragwürdigen Praxis der Selbstrekrutierung von Politikern, zum Beispiel in den USA, ablesen.
9 Für Einzelheiten siehe die Ergebnisse der umfassenden Studie über die Kandidatenaufstellung zum Deutschen Bundestag 2017, die das Institut für Parlamentarismusforschung (IParl) durchgeführt hat.
10 Vgl. Wiesendahl, Elmar, Benjamin Höhne und Malte Cordes. 2018. Mitgliederparteien – Niedergang ohne Ende? In Zeitschrift für Parlamentsfragen, 49. Jg., Heft 2: S. 304–324.
11 Vgl. ebd., S. 324.

Jutta Allmendinger
Die Lebensträume für Deutschland 2030

1 Siehe zu diesem und den folgenden Abschnitten ausführlich: Allmendinger, Jutta. 2017. Das Land, in dem wir leben wollen. München: Pantheon Verlag.
2 Bundesministerium für Arbeit und Soziales. 2017. Weißbuch Arbeit 4.0. Arbeit weiter denken. Berlin: Bundesministerium für Arbeit und Soziales; Jürgens, Kerstin, Reiner Hoffmann und Christina Schildmann. 2017. Arbeit transformieren! Denkanstöße der Kommission »Arbeit der ­Zukunft«. Bielefeld: transcript.
3 Die Schuldiskussion und den Bildungsauftrag zusammenfassend, siehe: Allmendinger, Jutta. 2012. Schulaufgaben. Wie wir das Bildungssystem verändern müssen, um unseren Kindern gerecht zu werden. München: Pantheon.
4 Zum Rechtsanspruch auf Weiterbildung siehe: Kocher, Eva, und Felix Welti. 2013. Wie lässt sich ein Anspruch auf Weiterbildung rechtlich gestalten?, WISO-Diskurs, Expertise im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung, Februar 2013. library.fes.de/pdf-files/wiso/09665.pdf
5 Allerdings gibt es Ausnahmen. So stehen im Rahmen des WeGebAU-Gesetzes (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für gering qualifizierte Beschäftigte und Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung. Nach dem Weiterbildungsstärkungsgesetz hat Weiterbildung bei Arbeitslosigkeit (SGB III) Vorrang vor der Vermittlung.
6 Sachverständigenkommission zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. 2017. Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu ­gestalten, Kapitel C. IX, S. 124–127. Berlin.
7 Allmendinger, Jutta, und Ellen von den Driesch. 2018. The extra years: creating more opportunities for women and men by redistributing (working) time. In Justice over the Course of Life, herausgegeben von Christina Woopen. Wiesbaden: Springer (im Erscheinen); Grabka, Markus M., Björn Jotzko, Anika Rasner und Christian Westermeier. 2017. Der Gender Pension Gap verstärkt die Einkommensungleichheit von Männern und Frauen im Rentenalter. In DIW Wochenbericht 5: S. 87–96.
8 Zur Teilzeitfalle siehe: Kelle, Nadiya, Julia ­Simonson und Laura Romeu Gordo. 2017. Is part-time employment after childbirth a stepping-stone into full-time work? A cohort study for East and West Germany. In Feminist Economics 23 (4). doi.org/10.1080/13545701.2016.1257143
9 Siehe dazu auch das Konzept eines Wahlarbeitszeitgesetzes, vorgelegt vom Deutschen Juristinnenbund. www.djb.de/themen/wahlarbeitszeit/wazg-konzept
10 Zuletzt siehe: Allmendinger, Jutta, und Ellen von den Driesch. 2018. The extra years: cre­ating more opportunities for women and men by redistributing (working) time. In Justice over the Course of Life, herausgegeben von Christina Woopen. Wiesbaden: Springer (im Erscheinen).
11 Bernhardt, Janine, Lena Hipp und Jutta Allmendinger. 2016. Warum nicht fifty-fifty? Betriebliche Rahmenbedingungen der Aufteilung von Erwerbs- und Fürsorgearbeit in Paarfamilien. WZB Discussion Paper, SP I 2016-501. Berlin: WZB.
12 Atkinson, Anthony. 2016. Ungleichheit. Was wir dagegen tun können. Stuttgart: Klett-Cotta.

Michael Zürn
Die Zukunft der liberalen Weltordnung. Szenarien für Deutschland

1 Vgl. generell: Schoemaker, Paul J. H. 1995. ­Scenario Planning: A Tool for Strategic Thinking. In Sloan Management Review 36 (2): S. 25–40. Cambridge. Siehe auch: Kosow, Hannah, und Robert Gaßner. 2008. Methods of Future and Scenario Analysis: Overview, Assessment, and Selection Criteria. Bonn: Deutsches Institut für Entwicklungspolitik gGmbH. Kosow und Gaßner unterscheiden verschiedene Verfahren der Szenarienbildung.
2 Tetlock, Philip. 2005. Expert Political Judgement. How Good Is It? How Can We Know? S. 20. Princeton N. J.: Princeton U. P.
3 Berlin, Isaiah. 1953. The Hedgehog and the Fox. An Essay. London: Weidenfeld and Nicolson.
4 Zürn, Michael. 2018. A Theory of Global Governance. Authority, Legitimation, and Contestation. Oxford: Oxford U. P.
5 Forst, Rainer. 2007. Das Recht auf Rechtfertigung. Elemente einer konstruktivistischen Theorie der Gerechtigkeit. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.
6 Weber, Max. (1921) 2013. Kapitel III. Typen der Herrschaft. In Max Weber Gesamtausgabe, Band I / 23. Wirtschaft und Gesellschaft, herausgegeben von Knut Borchardt, Edith Hanke, Wolfgang Schluchter, S. 449–591. Tübingen: Mohr.
7 Vgl. Zürn, Michael, und Matthias Ecker-Ehrhardt (Hrsg.). 2013. Die Politisierung der Weltpolitik. Umstrittene internationale Institutionen. Berlin: Suhrkamp.
8 Morse, Julia, und Robert O. Keohane. 2014. Contested Multilateralism. In Review of International Organizations 9 (4): S. 385–412.
9 Vgl. de Wilde, Pieter, Ruud Koopmans, Wolfgang Merkel, Oliver Strijbs und Michael Zürn. 2019. Struggle Over Borders. The Political Sociology of Cosmopolitanism and Communitarianism. Cambridge: Cambridge University Press, i. p.
10 Lipset, Seymour Martin, und Stein Rokkan. 1967. Cleavage Structures, Party Systems and Voter Alignments. An Introduction. In Party Systems and Voter Alignments. Cross-National Perspec­tives, herausgegeben von Martin Seymour Lipset und Stein Rokkan, S. 1–64. New York: Free Press.
11 Lipset, Seymour Martin, und Earl Raab. 1970. The Politics of Unreason: Right-Wing Extrem­ism in America, 1790–1970. New York: Harper and Row.